Nuntius über nach
Thereſia
erhobener Suuhl und eder Si Hroßmuth iguen des dieſe Ge⸗ uben nicht heben wir Fülle der rücken ſie,
Kajſerin, e ſe tch As ober te, wehrte
r tröſtliche bet, Deine allein Her⸗
als
Geheimniß wie ein Blitzſtrahl überraſcht, und ich muß mir erſt Zeit gönnen, mich zu erholen, und meine Entſchließungen zu treffen.
Nein, Majeſtät, ſagte der Nuntius, Niemand hat dieſes Breve ge⸗ kannt, Niemand hat vor ſeinem Erſcheinen mit Beſtimmtheit von dem⸗ ſelben gewußt. Im tiefſten Geheimniß, in der Stille der Nacht hat Se. Heiligkeit es mit dem Kardinal Zelada ausgearbeitet, und weder die Geſandten in Rom, noch die Congregation der Jeſuiten wußten etwas davon.*) Auch hat Se. Heiligkeit mich ausdrücklich ermächtigt und mir befohlen, Ihro apoſtoliſchen Majeſtät der Kaiſerin Maria Thereſia von ihm zu ſagen,„daß Se. Heiligkeit es der Kaiſerin und der ganzen Welt verſichere, er habe ſich in der Jeſuiten⸗Angelegenheit nicht durch irgend eine Rückſicht der Welt, auch nicht aus Zwang oder Gefälligkeit für die bourboniſchen Höfe beſtimmen laſſen, ſondern ſei einzig und allein den Befehlen ſeines Gewiſſens und ſeiner reiflichen Ueberlegung gefolgt.“**) Mit Gebet und Einſamkeit hat er ſich vorbe⸗ reitet zu dem großen, ernſten Schritt, mit Gebet hat er ihn vollendet. Und jetzt beſchwört und bittet Se. Heiligkeit die Allerchriſtlichſte Kaiſe⸗ rin, für Ihre Lande ſeinem Breve die Beſtätigung zu ertheilen, auf daß alle Welt erkennen möge, welche unerſchütterliche Eintracht herr⸗ ſchet zwiſchen dem heiligen Stuhl zu Rom und dem Kaiſerhofe Oeſterreichs.
Das iſt der Moment, wo die Staatsgeſchäfte beginnen, ſagte Kaunitz ſich der Kaiſerin nähernd. Ich bitte Ew. Majeſtät, mir den ſchriftlichen Befehl zuzuſtellen zur Publicirung des Breve, welches ich alsdann dem Kardinal Migazzi mitzutheilen habe.
Bitt' Er nicht, Seine Bitte kommt zu früh! rief die Kaiſerin hef⸗ tig. Bin noch nit entſchloſſen zu thun, was Er verlangt. Hat Se. Heiligkeit, ohne mich zu fragen und mich nur zu benachrichtigen, ohne
mich auch nur einer vertraulichen Mittheilung zu würdigen, ſeine Ent⸗
ſchließungen getroffen, ſo werde ich nun auch, ohne Rückſicht auf den päpſtlichen Stuhl, die meinigen treffen.
Aber ich bin von der Weisheit und Erhabenheit Eurer Majeſtät überzeugt, daß dieſe Ihre Entſchließungen im Einklang ſtehen werden
*) Adam Wolf. Maria Thereſia ꝛc. S. 430. *) Ebendaſelbſt. S. 431.


