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kalt hefteten ſich ſeine großen lichtblauen Augen auf den Nuntius und ſchweiften dann zuweilen langſam und theilnahmlos hinüber nach der Kaiſerin und ihrem Sohn.
Leſen Sie weiter, Eminenz, leſen Sie weiter! ſagte Maria Thereſia jetzt athemlos.„
Der Nuntius verneigte ſich ein wenig, und mit lauter erhobener Stimme las er:„In Rückſicht, daß zwiſchen dem heiligen Stuhl und den Königen von Frankreich, Spanien, Portugal und beider Si⸗ cilien, deren Voreltern ſich durch angeerbte Frömmigkeit und Großmuth auszeichneten, Zwietracht entſtanden ſei, welche durch die Intriguen des Ordens der Geſellſchaft Jeſu hervorgerufen, in Betracht, daß dieſe Ge⸗ ſellſchaft die reichen Früchte nicht mehr bringen, und den Nutzen nicht mehr ſchaffen könne, welchen ſie geſtiftet, in Betracht deſſen heben wir mit reifer Ueberlegung, aus gewiſſer Kenntniß und aus der Fülle der apoſtoliſchen Macht, die erwähnte Geſellſchaft auf, unterdrücken ſie, löſchen ſie aus, ſchaffen ſie ab!“*)
Ein durchdringender Schrei tönte von den Lippen der Kaiſerin, und wie zerſchmettert von der unerwarteten Nachricht taumelte ſie rück wärts und ſank laut ächzend wieder in den Fauteuil nieder. Als aber der Kaiſer ſich zu ihr niederbeugte, als er zu ihr ſprechen wollte, wehrte ſie ihn mit Heftigkeit zurück.
ſagte ſie heftig.
Dir aber, Deine 1 6


