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Und doch iſt es dem Herzog von Choiſeul gelungen, dieſe mäch⸗ tigen Herren aus Frankreich, doch iſt es Pombal und Aranda gelungen, ſie aus Portugal, Spanien und Paraguay zu vertreiben. Weshalb ſollten alſo wir verzweifeln an einer Sache, die doch dieſen Männern gelungen iſt?
Weil wir es unglücklicher Weiſe mit einer Fürſtin zu thun haben, welche die Jeſuiten liebt, Kaunitz. Weil Maria Thereſia eine Tochter aus dem Hauſe Habsburg iſt. Ferdinand der Zweite und Leopold der Erſte waren bis zum letzten Hauch ihrer Lebens die treuen Gönner der Jeſuiten, und Maria Thereſia ſtammt aus ihrem Blut!
Aber Joſeph der Erſte, Ihr Großoheim, Sire, war auch ein Habsburger, und wie mich dünkt, war dieſer Kaiſer nicht eben der Jeſuiten Freund!
Nein, wahrlich, der war nicht ihr Freund, rief der Kaiſer glühend. Wäre Joſeph nicht Kaiſer geworden, ſo hätten wir in Deutſchland ver⸗ muthlich auch Malagridas, Aveiros und einen Verſuch des Königsmor⸗ des erleben können. Aber Joſeph kannte ſie vollkommen, und er war
auf ſeiner Huth.**) Kennen Sie die Geſchichte, wie Joſeph der Erſte
ſeinen Beichtvater gegen die Jeſuiten zu vertheidigen wußte?
Ich bitte Ew. Majeſtät um die Gnade, mir dieſe Geſchichte zu erzählen!
Hören Sie alſo! Das Synedrium des Ordens hatte einſtmals
*) Des Kaiſers eigene Worte. Siehe Briefe Joſeph II. als charakteriſtiſche Beiträge zur Lebens⸗ und Staatsgeſchichte dieſes Herrſchers. S. 12. *) Des Kaiſers eigene Worte. Siehe Briefe ꝛc. S. 13.


