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auszuſtellen, indem ſie ſich verpflichten, dieſes Darlehen an Korn ſpäter in natura wieder abzuliefern.*) Oh Sie werden ſehen, dieſe Bekannt⸗ machung wird wie ein Zauberwort wirken, die Kornvorräthe, welche Sie in großmüthiger Vorſorge für die äußerſten Zeiten der Noth auf⸗ geſpart haben, werden bald genug erſchöpft ſein, und das Volk wird Sie ſegnen als ſeine großmüthigen Wohlthäter!— Ja, meine Herren, Sie werden von heute an die Wohlthäter des Volkes werden, denn ge lobt ſei Gott, Sie haben Korn, und deshalb will ich heute Ihnen ver⸗ zeihen; Ihre Zukunft möge Ihre Vergangenheit auslöſchen!
Keiner von den Herren erwiderte ein Wort; mit düſtern Mienen, mit niedergeſchlagenen Augen ſtanden ſie dem Kaiſer gegenüber, deſſen große ſtrahlende Augen unverwandt auf ſie gerichtet waren.
Nun, ſagte der Kaiſer nach einer langen, peinlichen Pauſe, kein Wort des Dankes? Die Freude hat Sie ſtumm gemacht, wie ich ſehe! Nun, ich begreife das, es iſt gar ein ſo erhebendes Gefühl, der Wohl thäter der Unglücklichen zu ſein, und Sie werden dies Gefühl von heute an in reichlichem Maße genießen. Sie werden die Hungrigen ſatt machen und die Thränen der Unglücklichen trocknen. Schaaren von Nothleidenden werden zu Ihnen herſtürzen, um aus Ihren gefüllten Kornſpeichern ſich das Leben und die Geſundheit zu holen. Es wird ein wahres Völkerwandern ſein! Meine Commiſſaire ſollen auch Theil daran nehmen, und damit ſie diesmal nicht wieder das Geld in ihrer Hand mit dem Korn in Ihren Scheuren verwechſeln, werde ich jedem Commiſſarius ein Commando Soldaten mitgeben, damit dieſe ihnen auf allen Edelhöfen die Mühe des Suchens erleichtern.**) Aber auch Sie, Madame, fuhr der Kaiſer fort, ſich wieder an die Freiherrin von Weiſach wendend, welche ſich mit den Damen an die andere Seite des Gemaches zurückgezogen hatte, Sie werden auch Theil nehmen wollen an den Wohlthaten Ihres Gemahls! Ich will Ihnen ein Mittel dazu ſagen! Sie haben heute ein Feſt gegeben, und ohne Zweifel haben Sie ein ſo reichliches Mahl gehabt, daß von dem Ueberfluſſe Vieles noch übrig geblieben.“ Sie ſollten alſo die armen Leute in Ihrem Dorf ————
*⁴) Groß⸗Hoffinger I. S. 141.
**) Groß⸗Hofſinger I. S. 142.
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