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ſie wußten ſelbſt nicht wie, und die bewirkten, daß die Herren Com⸗ miſſaire ſich eiligſt aus dem Staube machten. Ah, dieſe von dem volks⸗ freundlichen Kaiſer erfundene Korn⸗Commiſſaire mögen ſich bei Sr. Majeſtät bedanken, er hat ſie zu reichen Leuten gemacht, ſie haben auf ihren Wanderungen kein Korn für das Volk, aber viel Gold für ſich ſelber gefunden.*)
Eine dunkle Röthe flammte einen Moment in dem Antlitz des Barons auf, und ein Zittern durchflog ſeine ganze Geſtalt. Seine Finger legten ſich feſter um das Weinglas, das er in ſeiner Rech⸗ ten hielt, und der Athem ging ſchwer und keuchend aus ſeiner Bruſt hervor.—
Niemand achtete indeß auf dieſe Aufregung des Fremden. Die vierſtündigen Tafelfreuden, die feurigen Weine, die ſie in ſo reichlichem Maße genoſſen, hatten die Augen der Herren getrübt, ihr Gehirn erhitzt und ihre Zungen geſchwätzig gemacht. Das glänzende Diner allein war Schuld, daß der Freiherr von Weiſach das Geheimniß, welches er ſonſt ſo ſorgſam behütete, verrathen hatte, daß er einem Fremden den Beſitz ſeines großen Kornvorraths zugeſtand.
Der Baron Joſephi indeß unterdrückte mit der Kraft ſeines Willens ſeinen aufflammenden Zorn, und wandte ſich wieder an den Schloßherrn.
Sie lehnen alſo meinen Antrag ab? fragte er.
Ich lehne ihn ab, lallte der Freiherr. Gott ſein Dank, ich habe Korn genug.
Nun denn, meine Herren, fuhr der Baron fort, indem ſeine Augen mit einem ſchnellen Blick ſich auf die übrigen Herren richteten, nun dann, ſo biete ich Ihnen mein Korn an. Sie ſind ohne Zweifel auch aus dieſer Gegend, von welcher aus die meiſten Jammerberichte gekommen ſind, und Einige von Ihnen werden gewiß doch des Korns bedürfen.
Wir ſind die Nachbarn des Freiherrn, ſagte der nächſte der Herren, und wir haben von ſeiner Weisheit profitirt. Ich glaube, ich darf Ihnen im Namen aller dieſer Herren ſagen, daß wir Ihr Anerbieten ablehnen. Wir bedürfen keines Korns!
*) Groß⸗Hoffinger I.


