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in den Händen der Verſchworenen zurück. Sie riſſen ihn aus ſeiner Kutſche, ergriffen ihn bei den Armen und ſchleppten ihn fort, indem ſie ſchwuren, ihn zu ermorden, wenn er einen Schrei, einen Hülferuf ausſtieß. Der heldenmüthige König ſchwieg, und ließ ſich fortſchleppen, fort aus Warſchau; wie einen gemeinen Verbrecher ließen die Ruchloſen ihn, den ſie am Kragen gepackt hatten, zu Fuß laufen zwiſchen ihren Pferden, die im vollen Galopp dahinbrauſten. Endlich, als ſie ſahen, daß der König nicht mehr fähig war zu laufen, gaben ſie ihm ein Pferd und fort ging's in raſendem Jagen hin nach dem Walde von Bielani. Hier ward der König ausgeplündert, und man ließ ihm nichts als ſeine Kleider und das Band des weißen Adlerordens. Dann zerſtreuten ſich die Verſchwornen, um ihren Mitverſchwornen das glückliche Gelingen ihres Unternehmens anzuzeigen, und zu berichten, daß ſie den König im Walde von Bielani hingerichtet hätten. Mit der eigentlichen Ermordung aber hatten ſie Koſinski beauftragt, den ſie jetzt mit ſechs Verſchwornen in dem finſtern Wald zurückließen!
Weiter! Weiter! rief Anna Wielopolska athemlos, als Gräfin Zamoiska jetzt ſchwieg.— Die junge Gräfin lachte.
Nicht wahr, ſagte ſie, es klingt wie ein Ammenmährchen, was ich Dir da erzähle und hat ſich doch wirklich ſo begeben und zwar am dritten November dieſes geſegneten Jahres 1771. Sie ſchleppten alſo den König immer weiter hinein in den Wald, und die Verſchwornen verlangten mit Ungeſtüm von Koſinski, daß er endlich halt machen und zur Hinrichtung des Königs ſchreiten ſolle. Aber Koſinski fand den Ort immer noch nicht abgelegen und ſtill genug, und ſo zogen ſie weiter, der König ohne Schuhe, die er verloren, durch den Moraſt watend, mit zerriſſenen und zerſchoſſenen Kleidern, blutend aus mehr als zehn leichten Wunden, aber muthig und entſchloſſen ſeinem Schickſal entgegen gehend. Auf einmal begegneten ſie einer ruſſiſchen Patrouille. Von Angſt und Entſetzen ergriffen, flohen die Verſchwornen und ließen Koſinski allein bei dem König zurück, Koſinski, welcher den entblößten Säbel über das Haupt des Königs emporſchwang, ſchwur, ihn auf der Stelle zu tödten, wenn er es wage einen Laut von ſich zu geben. Der König ſchwieg, und die Patrouille zog vorüber, ohne ſie in der Dunkelheit zu bemerken.


