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und er hatte ſo lange an dem Draht mit ſeinen Füßen und ſeinen Zähnen gezerrt und geriſſen, bis der Drath ſich lockerte und endlich nach⸗ gab. So hatte der kluge Fuchs endlich ſeinen aufgedrungenen Freund als willkommene Beute verſchlingen können, nur hatte er in der Leiden⸗ ſchaft ſeines Haſſes ſo ſehr an dem Drath gezerrt, daß der Drath ihm tief in ſein eigenes Fleiſch eingedrungen war, und ihm eine ſchlimme Wunde beigebracht hatte, an der er endlich auch ſterben mußte! Das war das Ende dieſer erzwungenen Freundſchaften!
Und alſo, meinen Ew. Durchlaucht, wird auch das Ende dieſer neuen Freundſchaft zwiſchen Oeſterreich und Preußen ſein? fragte Ba⸗ ron Binder. Wollen Sie dieſe allerliebſte Geſchichte von dem Hunde und der Katze auf uns anwenden?
Ich dächte, ſagte der Fürſt langſam, ich dächte, Oeſterreich und Preußen hätten ſich einander genug Zähne ausgebrochen, und die Krallen kurz genug geſchnitten, um ſich für eine Zeitlang einander unſchädlich gemacht zu haben. Für dieſe Zeit iſt alſo die Freundſchaft ganz gut, warten wir mit der Feindſchaft bis uns die Zähne wieder gewachſen ſind!
Oh, Ew. Durchlaucht geben Oeſterreich alſo die Rolle des Hundes in dieſer Geſchichte, rief Binder lachend.
Weil ich Preußen die Rolle der Katze belaſſen will! Ja, ja, dieſer König von Preußen hat uns oft genug gekratzt, und ſelbſt jetzt, wo er ſchmeicheln will, fühle ich doch ſchon ganz leiſe wieder die Spur der wieder wachſenden Krallen! Deshalb bin ich gekommen, ihn zu ſehen und zu beobachten. Bin in der That neugierig zu ſehen, welche Künſte und Mittel er anwendet, um unſern jungen Kaiſer ſo für ſich einzu⸗ nehmen, und zu bezaubern, wie er es in Neiſſe gethan hat!
Es ſoll in der That ein wunderbarer Zauber über ſein ganzes Weſen ausgegoſſen ſein, und Niemand ſoll ihm widerſtehen können! rief Herr von Binder.
Nun, ich werde ihm widerſtehen können! ſagte der Fürſt mit ei⸗ nem ſtolzen Lächeln, auf mich wird ſein Zauber keine Kraft ausüben, denn ich bin dagegen geſchützt mit dem Talisman meines und ſeines Haſſes!
Ew. Durchlaucht gehen zu weit, ſagte Herr von Binder lebhaft, der König von Preußen mag Sie fürchten, aber er kann Sie nicht
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