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Wie ſie vor der Pſyche vorbeiging, wandte ſie ſich noch einmal lächelnd zu Charlotten hin. Den Spiegel da ſchenk' ich Dir auch zur Ausſteuer, ſagte ſie. Werd’ Dir ein ſchönes, helles Glas hinein ſetzen laſſen, und das ſoll Dich immer daran erinnern, wie meiſterlich ſchön Du heute geſpielt und Dich als Schauſpielerin bewährt haſt. Aber hör', mein Kind, mit Deinem Mann ſpiel' nimmer Komödie, ſondern ſei allzeit wahr mit ihm. Eine gute Ehe ſoll ſelber ſein wie ein Spie⸗ gelglas ſo rein und klar, kein Hauch einer Lüge ſoll darüber hinfliegen, ſonſt wird es trübe und dunkel. Daran gedenk, wenn Du den Spiegel anſiehſt. Die Wahrheit iſt allzeit ein groß' und herrlich' Ding, und man muß ihr in's Antlitz ſchauen können im Guten, wie im Böſen. So will denn auch ich jetzt hingehen, und die Wahrheit ſchauen!
Sie öffnete haſtig die Thür, und trat in das anſtoßende Gemach ein. Man hatte den Befehlen der Kaiſerin Genüge geleiſtet. Da drüben an der Wand war ein Spiegel aufgeſtellt worden.
Maria Thereſia näherte ſich ihm mit entſchloſſenen Schritten, aber ſie fühlte doch, wie ihr Herz hämmerte und klopfte, und ganz unwill⸗ kührlich ſchlug ſie das Auge zu Boden, je mehr ſie ſich dem Spiegel näherte. Jetzt ſtand ſie dicht vor demſelben, jetzt war der Moment der Entſcheidung gekommen!
Langſam hob die Kaiſerin den Blick empor, und richtete ihn auf das Spiegelglas. Dann ſtieß ſie einen Schrei aus, und taumelte ent— ſetzt von dem Spiegel zurück. Sie hatte da ein ihr vollkommen fremdes, von Narben zerfetztes, bleiches, entſtelltes Antlitz geſehen, deſſen farb⸗ loſe, verzerrte Lippen, deſſen krampfhafte, harte Züge ihr Grauen und Entſetzen einflößten.
Aber Maria Thereſia überwand mit der Kraft ihrer ſtolzen und energiſchen Seele dieſen erſten, zerſchmetternden Eindruck, und trat wieder zu dem Spiegel hin. Sie zwang ihre Augen, unverwandt hin⸗ zuſchanen auf dieſes fremde, fürchterliche Bild, das ſie da anſtarrte mit dem Ausdruck des Schreckens und Entſetzens, und ſich zu gewöhnen an dieſe fremden, nie geſehenen Züge.
Muß doch Bekanntſchaft machen mit der häßlichen Fratz da, ſagte
die Kaiſerin ganz laut zu ſich ſelber, muß es⸗ mir doch einprägen, daß ich es bin, der die häßliche Larv' da gehört, ſonſt könnt' ich's doch
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eines einem alte T und d liche Blicker lächeln ſagte
werde daß nicht
nen Dir
wenn
ſo ſo dieſe
grof
ſie! daß
Mar an! Kaiſt dner die


