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auf die Toilett' zu verwenden. Laß uns alſo in's Toilettenzim⸗ mer gehen.
Die Kammerfrau verneigte ſich ſchweigend und öffnete die Thüren. Die Kaiſerin trat ein. Da lagen ſchon ihre Gewänder bereit, und Alles was zu ihrer Toilette gehörte, da ſtanden ſchon die Kammer⸗ frauen und Garderobenjungfern, ihres Dienſtes gewärtig, und Char⸗ lotte von Hieronymus griff mit geſchäftiger Eile nach den Kämmen, und ſtellte ſich auf ihren Fußſchemel hinter dem hochlehnigen Armſtuhl, den die Haiſerin ſonſt immer beim Friſiren eingenommen, und vor welchem ein großer ſtehender Toilettenſpiegel ſich befand.
Man hatte, vielleicht nicht ahnend, daß die Kaiſerin heute ſchon hierher kommen werde, den Spiegel im gärzlichen Vergeſſen ſeiner hohen Bedeutſamkeit und Würde als eine Art Garderobenhalter be⸗ nutzt, und Kleider und Shawls, Mantillen und Hauben darüber ge⸗ ſchlagen, ſo daß gar nichts von ſeinem Glaſe zu ſehen war. Die Kaiſerin ſah das und lächelte.
Jetzt endlich werde ich alſo doch mich von Angeſicht zu Angeſicht ſehen können, ſagte ſie zu ſich ſelbſt, indem ſie ſich auf dem Lehnſeſſel niederließ.
Die kleine Kammerfrau nahm den Kamm, und ließ ihn traurig und ſeufzend durch das kurze, verſchnittene Haar der Kaiſerin gleiten, die übrigen Kammerfrauen ſtanden in ehrfurchtsvollem Schweigen da, und erwarteten irgend ein Wort, eine Frage der Kaiſerin. Aber Maria Thereſia, welche es ſonſt liebte, während des Haarkämmens ſich von ihren Frauen ein wenig von der chronique scandaleuse des Schloſſes und der Stadt erzählen zu laſſen, Maria Thereſia blieb heute ſtumm.
Sie blickte nur zu dem Spiegel hin, und begann langſam und wie on Ungefähr mit dem Fuß die darüber hingeworfenen Gewänder ein ischen bei Seite zu ſchieben, dann, ſich ihrer eigenen Zaghaftigkeit ielleicht ſchämend, ſtreckte ſie den Arm aus, und ſchob mit einem raſchen Friff die Gegenſtände von dem Spiegel fort.
Aber,— kein Spiegel zeigte ihr ihre Geſtalt! Nichts als eine ere, weiße Holztafel war da zu ſehen! Die Kaiſerin ſtieß einen Ruf es Unwillens aus, und wandte ſich zürnend zu ihrer Friſeurin um.
Charlotte von Hieronymus indeß ſtand nicht mehr hinter ihr, ſie


