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Oh zu bringen, um mit Dir Gott zu bitten, daß er Deiner armen Seele den Frieden gebe.
eſia Frieden! Frieden! murmelte die Kranke, deren ſchwarzbeflecktes,
und blutendes, hochgeſchwollenes Antlitz einen grauenvollen Anblick darbot.
er⸗ luf einmal ſtieß ſie einen gellenden Schrei aus, auf einmal richtete ſie
und ſich auf und breitete ihre Arme empor. Er kommt! Er kommtl rief
mer ſie, und über ihr entſtelltes Antlitz flog etwas wie ein Sonnenſtrahl
int des Glückes hin. Ja, er war gekommen, er, den ſie ſo lange erſehnt und erwartet, das er war gekommen! Wie er von dem Arzt erfahren, daß Maria Thereſia
iter, ſelber zu der Sterbenden gegangen, war er fortgeſtürzt in ſo raſender
ters. Eile, daß der Arzt ihm kaum zu folgen vermochte.
cts, Sich dem Krankenbett ſeiner Gemahlin nähernd, legte er ſanft den
vol⸗ Arm um die Geſtalt ſeiner Mutter, und ſuchte ſie zurückzudrängen.
zwei Meine Mutter, ſagte er flehend, überlaſſen Sie mir dieſe Stelle, ſie
van gebührt mir. Sagen Sie meiner Gemahlin Lebewohl, und dann
bete gehen Sie! 4
nter Oh, oh, ſtöhnte Joſepha, in ihre Kiſſen zurückſinkend, er kommt
„ nicht um meinetwillen, ſondern um ſeiner Mutter willen!
vch Nein Joſepha, nein, ſagte Joſeph traurig, ich k ch Ih⸗ 1
bbete Mein, epha, nein, ſag g, ich kam auch um Ih 1 retwillen, und ich bleibe um Ihretwillen.
3 Und auch ich bleibe, rief Maria Thereſia. Dieſe heilige und große 4
hue Stunde ſoll vereinen in Liebe, was ſo lange in Mißſtimmung und 8
ſih Irrthum getrennt war. Das Leben iſt ein fortwährendes Suchen und
8 Irren. Auch wir haben geirrt und gefehlt, und wir kommen jetzt, meine 4
eien Tochter, um von Dir unſere Verzeihung zu erflehen. Fühl's wohl, daß
iſen ich oft hart geweſen bin und ohn' Erbarmen! Verzeih's mir, Joſepha,
ahlte verzeih's mir um der Liebe Gottes willen, den Du bald ſchauen wirſt
nde von Angeſicht zu Angeſicht! 4
1 5 8 Berzeihen Sie auch mir, Joſepha, ſagte Joſeph tiefbewegt. Laſſen Sie uns in Frieden ſcheiden! Verzeihen Sie mir meine Härte, meine
cheln Grauſamkeit, wie ich Ihnen vergeben will, was Sie mir Uebles gethan.
pen Wir waren zwei irrende Unglückliche, welche mitemander das Glück nicht
zu finden vermochten! 9 Nein, flüſterte Joſepha leiſe, nein, ich war nicht unglücklich, denn du
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