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Sie, die Mutter meiner Söhne! rief der Kaiſer mit einem Aus⸗ druck ſo wilden Haſſes, daß die Kaiſerin erbebte. Ew. Majeſtät halten mich einer ſolchen Schmach, einer ſolchen Erniedrigung für fähig! Ew. Majeſtät haben alſo den Herrn van Swieten nicht geſprochen, er hat Ihnen nichts geſagt von der neuen Krankheit dieſer Frau, welche man wohl meine Gemahlin, aber nimmer meine Frau nennen kann.
Nein, der Swieten hat mir nichts geſagt.
Nun denn, Majeſtät, ich will Ihnen ihre Krankheit nennen. Die ſogenannte Kaiſerin leidet jetzt am Scorbut!
Ah, mein Sohn, mein armer Sohn! rief d um den Nacken ihres Sohnes ſchlingend, als wolle ſie ihn ſchützen vor der Gefahr, die ihn bedrohete. Das iſt eine ſchlimme Kraukheit, aber der Swieten iſt ein kluger Mann, er wird auch dieſes Leiden bezwin⸗
die Kaiſeriu, den Arm
gen können.
Aber er wird 3 und nimmer den Haß und den Widerwillen bezwingen können, den ich für dieſe Frau empfinde, er wird nimmer machen können, daß ich dürfai wie furchtbar man mich betrogen und Sie wollen, daß dieſe Frau die Mutter meiner daß ich Kinder von ihr habe! Le moyen d'en
hintergangen hat. Söhne ſei! Sie wollen, avoir! Encore, si je pourrais mettre le bout du doigt sur la plus petite partie de son corps, qui n'Ctait pas couverte de boutons, je tacherais d'avoir des enfants!*)
Maria Thereſia wandte ſich erröthend und ſeufzend ab. Sie fühlte, daß dieſem glühenden Haß, dieſem zornigen Widerwillen gegen⸗ über jeder Verſuch einer Verſöhnung nutzlos und vergeblich ſein würde.
Möge Gott Ench Beide tröſten und verſöhnen, ſeufzte ſie traurig. ig uns von einander löſen! rief Joſeph faſt Majeſtät, der Tod allein kann uns Beiden
Dann müßte er gnädi rauh. Glauben Sie mir nur, Berſöhnung bringen, und möge mir Gott verzeihen, wenn ich ihn bitte, uns dieſen Sühnengel bald zu ſenden! Sie, oder ich! Nur nicht länger dieſes Zuſammenleben, nur nicht länger dieſe lächerliche Demüthigung, dieſe Frau als meine Gemahlin und Kaiſerin geehrt zu ſehen!
4) Des Kaiſers eigene Worte. Siehe: Wraxall: Memoirs of the Court
of Vienna, Berlin ete. Th. II. S. 410
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