Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Kaiser Joseph und Maria Theresia : 2. Band (1857)
Entstehung
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139 horchen, nur verſprechen Sie mir alsdann, der Familie des Ver⸗ ſtorbenen Ihre Gnade zu erhalten, ſeinen Namen nicht zu beſchimpfen,

den Eltern ihre Güter zu laſſen, die Tochter zu beſchützen und ihr ehrenvolle und glänzende Stellung an Ihrem Hofe ſprechen Sie mir dies, und ich bin bereit, Befehlen zu unterwerfen.

Ich verſpreche Dir, ſeine Familie Verbrechen des Sohnes nicht an ihnen zu rächen, ſondern es zu vergeſſen.

Dann, mein Vater, willige ich darein, mich nicht Gott, ſondern dem Manne zu verloben, welchen Ew. Königliche Hoheit mir beſtim⸗ men wollen. Nur wiederhole ich Ihnen, mein Leben wird nur von kurzer Dauer ſein, in wenigen Wochen ſchon wird Gott mich erlöſen!

Warten wir es ab, ſagte der Herzog achſelzuckend und lächelnd.

Ja, warten wir es ab, wiederholte Iſabella. Ew. Hoheit haben zu beſtimmen, wann ich mich zu verloben habe! Ich erwarte Ihre Befehle! Und ſomit danke ich Ihnen für die Gnade dieſer Audienz, und bitte um die Erlaubniß mich 5

Weiter alſo haſt D

eine zu geben. Ver⸗ ſo lang' ich lebe, mich Ihren

in Ehren zu halten, und das

urückziehen zu dürfen. un mir nichts zu ſagen? fragte der Herzog faſt traurig. Nein, weiter habe ich dem Herrn Herzog nichts verneigte ſich ehrfurchtsvoll, und wandte ſich noch einmal anzuſchauen, der Thür zu.

Der Herzog ſchaute ihr mit düſtern Bl verloren, murmelte er leiſe.

zu ſagen! Sie dann, ohne den Herzog

icken nach. Ich habe ſie Mit ihm iſt mir auch meine Tochter geſtorben! Ach, ach, mag es ſo ſein! Beſſer ein todtes Kind, als durch ſie eine Mesalliance in meinem Stammbaum!

Und der Herzog ſchellte nach ſeinem Kammerdiener,

und befahl ihm den Oberjägermei

ſter zu rufen, damit dieſer von ihm die Ordre zu einer großen Treibjagd erhalte.

Prinzeſſin Jſabella hatte den Herzog verſprochen, das Leben zu ertragen, und ſie ertrug es. Nur hoffte ſie in der Stille, daß, wenn die ſein würden,

ihr Geſchick angenommen. Sie hatte

drei Monate verfloſſen der Tod ſie erlöſen würde von dieſem Daſein, das für ſie keinen Reiz und keinen Mittelpunkt mehr habe. Nur zählte ſie mit 5 3 ſehnſuchtsvoͤllem Bangen jeden Tag, fügte Woche zu Woche, und war⸗ tete mit bitterſüßem Schmerzge ühl auf ihre Erlöſung.

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