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dann aber ſchauderte ſie zurück, ihre Arme fielen kraftlos an ihrer Seite nieder, und ganz unbewußt vielleicht murmelte ſie: nein, nein, ich kann dieſe Hand nicht berühren! Ich kann es nicht!
Der Herzog ließ ſeine Hand langſam niedergleiten, und eine fin⸗ ſtere Zorneswolke lagerte auf ſeiner Stirn.
Was wollteſt Du von mir? fragte er mit hartem, rauhem Ton, weshalb ließeſt Du mich um eine Audienz bitten?
Iſabella, welche bis jetzt mit geſenkten Augen ihrem Vater gegen⸗ über geſtanden, ſchaute empor, ihre Blicke begegneten denen ihres Vaters, und ruhten lange und feſt auf den ſeinen.
Ich habe Ihnen eine Bitte vorzutragen, mein Vater, ſagte die Prinzeſſin endlich.
Er neigte ſein Haupt mit gravitätiſchem Ernſt. Sag' Deine Bitte!
Iſabella athmete hoch auf. Ich erſuche meinen Herrn Vater, mir zu erlauben, daß ich mich in ein Kloſter zurückziehen, und den Schleier nehmen darf, ſagte ſie.
Und weshalb das! fragte der Herzog ruhig.
Um die wenigen Tage, die ich noch auf Erden zuzubringen habe, dem Dienſt des Herrn und dem Gebet zu weihen.
Mädchenthorheit! Verliebte Schwärmereien! rief der Herzog mit
einem verächtlichen Lächeln, indem er langſam im Zimmer auf und ab⸗ zugehen begann.
Iſabella ſtand ſchweigend da und erwartete gelaſſen ſeine Antwort. Auf einmal blieb der Herzog vor ihr ſtehen, und ſeine finſtern ſtechenden Blicke ruhten mit einem harten, gehäſſigen Ausdruck auf ihr.
Ich kann Dir Deine Bitte nicht erfüllen, ſagte er. Ich habe andere Pläne mit Dir vor. Die Enkelin des Königs von Spanien darf nicht als Büßerin in einem Kloſter ſterben, Niemand darf ahnen und wiſſen, daß ſie etwas abzubüßen hat, und wenn ſie in ihrer Ver⸗ gangenheit einen dunklen Fleck findet, ſo muß ſie ihn mit dem Purpur, und nicht mit den Nonnenſchleier verhüllen wollen.
Ich habe keinen Ehrgeiz, mein Vater, ſagte ſie ſauft. Ich wieder⸗
hole meine Bitte: erlauben Sie mir in ein Kloſter zu gehen, und den
Schleier zu nehmen! Und ich wiederhole Dir meine Antwort: ich kann Dir Deine Bi


