Ihr gut hen. ma kr⸗ ter,
die Wände doch Ohren, und die dürfen es nicht hören, was da am
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künſtlich zu Figuren verſchnittenen Wachholder und Buchsbäume ein 4 wenig zu natürlicheren Geſtalten verwilderſt; plätſchert und rauſcht ruhig, weiter, Ihr murmelnden Cascaden, ſchleudert Eure ſilberſtrahlenden Waſſergarben unaufhaltſam auf und ab, Ihr Springbrunnen, ſchwimmt friedlich weiter auf den von weißem Marmor umſäumten Baſſins, Ihr ſtolzen, weißſchimmernden Schwäne, ſingt und flötet Eure Lieder der Sehnſucht und der Liebe weiter, Ihr Nachtigallen in den dunklen Oli⸗ venhainen und Myrtengebüſchen. Nichts ſtört Euch jetzt mehr, denn es iſt Nacht, tiefe, ſtille, einſame Nacht, und kein Menſchenſchritt durch⸗ hallt mehr die langen regelrechten, von hohen Taxuswänden eingeengten Alleen des Parks, und kein Fenſter des Pallaſtes da an der Grenze des Parks iſt erleuchtet. Der Herzog von Parma ſchläft, es ſchläft Alles im herzoglichen Schloſſe.
Alles iſt dunkel und ſtill, kein Menſchenfußtritt unterbricht mehr die Stille der Alleen und der Haine. Singt alſo weiter, Ihr Nachti⸗ gallen in den Gebüſchen, bergt Euer ſtolzes Haupt unter dem weißen Gefieder Eures Flügels, Ihr Schwäne, und träumend laßt Euch ſchau⸗ keln von den murmelnden Silberwellen des Sees, an deſſen Ufern weiße Lilien duftend fragend zum Himmel aufſchauen nach ihrem Geliebten, 7 dem Mondſchein. 4
Der Mond hatte ſich unter Wolken verborgen, die Wolken ſind die ſchützenden Schleier der Liebe! Hüllt ihn dicht und feſt ein, Ihr 7 ſchützenden Wolken, laßt ihn nicht los, den ſchwatzhaften Mond, denn wenn auch die Fenſter des herzoglichen Pallaſtes dunkel ſind, ſo haben
Balcon ſich flüſternd regt, und der Mond ſelbſt darf die beiden Ge⸗ 1 ſtalten nicht ſehen, welche da, die eine oben auf dem Balcon, die audere 8 1 unterhalb deſſelben im Park ſich befinden. Sie bedürfen nicht des Mondlichts, um einander zu ſehen, ſie ſchauen ſich an mit den innern K Augen ihrer Liebe; ſie bedürfen auch nicht des Beieinanderſeins und S des zärtlichen Umfangens, ihre Seelen haben ſich umſchlungen zu ewigem Bunde, ihre Herzen ſind Eins in unauflöslicher Liebe, ſie gehören Beide zu einander mit feſten unauflöslichen Banden. Nichts kann ſie trennen, nichts ihren Bund zerreißen, nichts als— der Tod!
Wer ſind dieſe Beiden, und was flüſtern ſie? Eine zweite Julia


