Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Kaiser Joseph und Maria Theresia : 2. Band (1857)
Entstehung
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Der Erzherzog hob ſeine Augen langſam zu ſeiner Mutter empor. Ob ich ſie haben will? fragte er mit einem traurigen Lächeln. Wird ſie mich haben wollen? Wird ſie nicht, gleich allen Andern, mich fliehen und verabſcheuen?

Sie wird gleich allen Andern Dich lieben und hochachten, ſagte die Kaiſerin, indem ſie ſich niederbeugte und einen innigen Kuß auf die Stirn ihres Sohnes drückte. Es iſt alſo abgemacht, Du willigſt ein, das Original des hübſchen Portraits zu Deiner Gemahlin zu machen? Wirſt in acht Tagen neunzehn Jahre, da iſt's die höchſte Zeit Deinen Schweſtern voranzugehen mit gutem Beiſpiel, und Dich zu vermählen! Biſt's zufrieden?

Ich bin zufrieden, die Braut anzunehmen, die Ew. Majeſtät für mich ausgewählt haben.

Und fragſt nicht einmal nach ihrem Namen, und weß Landes Kind ſie iſt?

Meine Mutter hat ſie gewählt, das iſt genug!

Nun denn, rief die Kaiſerin vergnügt, Herr Graf Batthiany, Ihr ſeid ſo lange der Gouverneur des Erzherzogs geweſen, und habt gut gethan. Will Euch zur Belohnung einen ehrenvollen Auftrag geben. Ihr ſollt morgen als mein außerordentlicher Geſandter nach Parma gehen, und bei Don Philipp von Parma für meinen Sohn, den Erz⸗ herzog Joſeph kaiſerliche Hoheit, werben um die Hand ſeiner Tochter,

der Prinzeſſin Iſabella von Parma.

III. Eine italiäniſche Nacht.

Der Mond hat ſich unter Wolken verborgen, die n großeu Maſſen am Himmel lagern. Seid willkommen, dunkle Wolken, Ihr ſeid die ſchützenden Schleier, welche die Geheimniſſe der Liebe den neugierigen Blicken verbergen. Sei willkommen, rauſchender Wind, der Du die Blätter der Pinien und Taxusbäume bewegſt, und die Formen dieſer

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