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Batthiany bei Joſeph war, trat die Kaiſerin mit einem glücklichen Lächeln und leuchtenden Augen zu ihrem Sohne hin, in ihrer Hand ein Etui von rothem Maroquin haltend.
Was denkſt halt, Joſeph, daß in dem Käſtchen hier verborgen iſt? fragte die Kaiſerin lächelnd.
Weiß nicht, was es ſein mag, aber ſicher iſt's eine Liebesgabe, mit der meine großmüthige Mutter mich erfreuen will!
Wahrhaftig, Du haſt juſt das rechte getroffen, rief die Kaiſerin mit heiterm Lachen, eine Liebesgabe iſt's, und will's Gott, der ſchönſte Schmuck Deines Lebens. Will Dir Erſatz geben, mein Sohn, für die getäuſchten Hoffnungen, und weil ich nicht dulden wollt,, daß Du mein Haus verließeſt, muß ich ſchon ſuchen, Dir das Haus angenehm zu machen. Will Dir auch zeigen, daß ich Dich nicht mehr für einen un⸗ mündigen Knaben halte, ſondern für einen Mann, der wohl im Stande iſt, ſich ſelber ſein Haus zu begründen, und einer eigenen Familie Herr zu ſein. Schau Dir einmal das Bild da an, und wenn es Dir wohlge⸗ fällt, ſo ſchenk ich Dir nicht bloß das Portrait, ſondern auch das Original.
Sie reichte dem Erzherzog das geöffnete Etui dar, in welchem ſich das Miniaturbild einer jungen Dame mit lichtbraunen Locken, mit ju⸗ gendlichem ſchönem Angeſicht und zwei großen dunklen Augen befand, die den Prinzen mit ſchwermüthigen, bittenden Blicken anzuſehen ſchienen.
Joſeph betrachtete es lange, und allmälig zog ſich eine ſanfte Röthe über ſein vorher ſo bleiches Antlitz hin.
Nund fragte die Kaiſerin, gefällt Dir das Mädchen?
Ob ſie mir gefällt? fragte Joſeph ſinnend, die Blicke unverwandt auf das Bild gerichtet. Sie ſchaut mich an mit Engels Zügen! Es liegt etwas in ihrem Blick, das mich anzuflehen ſcheint, das Lächeln dieſer Lippen iſt ſo traurig ſüß, daß ich vor ihr auf die Kniee fallen und weinen möchte, daß—
Schaut nur, mein Gemahl, rief Maria Thereſia, ihren die Schulter des Kaiſers legend, der lächelnd neben ihr ſtand. Das iſt unſer echter und rechter Bub'! Die Lieb' fängt Feuer in ſeinem Herzen und mög's denn da brennen ſo heilig, himmliſch und treu, wie's in unſern Herzen gebrannt hat ſchon ſo manches Jahr! Willſt alſo das Mädchen haben, Joſeph?
Arm auf
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