Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Kaiser Joseph und Maria Theresia : 2. Band (1857)
Entstehung
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und gebieteriſch genug geſprochen, und Sie haben daher ſeinen Befehl nicht

vernommen. Ich werde Ihr und dem Herrn Pater die Worte des Kaiſers wiederholen. Der Kaiſer hat geſagt:„ich erſuche die Frau Gräfin und den Herrn Pater, uns zu verlaſſen! Familienangelegenheiten.“

Die Oberhofmeiſterin machte eine tiefe ceremoniböſe Verbeugung, der Pater neigte ſein Haupt und machte mit ſeiner erhobenen Rechten den Gruß des Kreuzes nach der Kaiſerin hin, dann wandten Beide ſich um, und gingen leiſe mit unhörbaren Schritten der Thür zu.

Maria Thereſia ſchaute ihnen nach, bis die Thür ſich hinter ihnen ſchloß, dann wandte ſie ihre glühenden Augen auf den Kaiſer hin, ihr Ge⸗ mahl dankte ihr mit einem zärtlichen Blick und einem ſanften Lächeln. Der Erzherzog hatte ſich während des Zwiegeſprächs des kaiſerlichen Paares in eine Fenſterniſche zurückgezogen, vielleicht um ſich zur Ruhe zu zwingen, vielleicht um ſeine Thränen nicht ſehen zu laſſen.

Jetzt, ſagte Maria Thereſia mit ernſtem, ſtrengem Ton, jetzt ſind wir allein, und jetzt mag der Joſeph mir ſagen, was er zu ſagen hat, Niemand wird es hören, als ſeine Eltern. Möge er aber auch bedenken, daß außer ſeinen Eltern auch Gott ihn hört, und daß hinter der Mutter noch immer die regierende Kaiſerin ſteht, die jede Unbill ſtrafen wird, welche man der Mutter anzuthun wagt. Und eine Unbill nenn' ich's, wenn der Joſeph meint, ich wolle ſein Herz verhöhnen, und ein über⸗ müthiges und willkürliches Spiel mit ihm treiben, weil ich mein Wort zurücknehme, und es nicht dulden will, daß er uns verläßt, und zur Armee gehe. Ich habe dieſen Entſchluß gefaßt, nicht aus Härte und Strenge, ſondern in der zärtlichſten Beſorgniß und Fürſorge meines Mutterherzens, ich habe ihn aber nicht bloß gefaßt als Mutter, ſon⸗

dern als Kaiſerin, welche ihrem Volke in ihrem Sohn den dereinſtigen Kaiſer erziehen muß. Und in beiden Eigenſchaften, als Mutter und als Kaiſerin, ſage ich jetzt: ich nehme mein Wort zurück, mein Sohn. Du wirſt nicht zur Armee gehen, Du wirſt bei uns bleiben, damit Dein Herz nicht verwildere. Es iſt ohnehin ſchon ſtörriſch genug, und das Leben im Feldlager und auf dem Schlachtfeld wird Dich ganz und gar zu einem rauhen Soldaten machen, der gar keinen Geſchmack mehr finden wird an den ſanften Segnungen des Friedens, und ſeinen Völ⸗ kern nicht Ruhe und Glück, ſondern viel Angſt, Sorge, Kriegspein e

Ungl mein ſo ſe beſti nicht uns

mein

aber