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voll Freude und Luſt, daß es mir unmöglich ſchien, mich noch länger zu verſtellen und zu heucheln und zu kriechen, vor dieſen trauri⸗ gen finſtern Leuten, welche meine edle, hochherzige Mutter umlagern. Und um eines ſolchen harmloſen Scherzes willen ſollte die Kaiſerin mich ſo furchtbar ſtrafen wollen?
Oh, kaiſerliche Hoheit, dieſer Scherz iſt nicht das einzige Verbrechen, welches man Ihnen, außer Ihrem ganz veränderten jugendfriſchen We⸗ ſen, zur Laſt legt. Sie haben noch ez piel Schlimmeres begangen! Sie haben dem Pater Porhammer ged ht ſt es nicht ſo? Haben Sie nicht geſtern, als Sie im Vorſaal aiſerin dem Pater Por⸗ hammer begegneten, ver eben im Begri nit dem Hofrath Quin⸗ tian in das Kabinet der Kaiſerin zu gehethaben Sie ihn nicht da bei Seite genommen, Und zu dem Pater geſaß ich warne Sie, dieſem Mann bei der Kaiſerin das Wort zu red n Sie es thun, wenn Sie ihm die Gnadelder Kaiſerin wiedergen a, wenn er durch Sie wieder eine Stelle erhält, ſo iſt das ein Verbrechen, welches Gott an Ihnen ſelber rächen wind, das ich Ihnen nie verzeihen, und deſſen ich gedenken werde, wenn ich Winſt Kaiſer bin.
Und hatte ich nicht Recht, ſo zu ſprechen? rief Joſeph erglühend. Dieſer Hofrath Quintian iſt ein ſchamloſer Verbrecher, ein Elender, der, wenn ich Kaiſer wäre, an dem Pranger ſtehen, und in Ketten geſchmiedet die Gaſſen kehren müßte, nicht trotz ſeiner vornehmen Herkunft, ſondern weil er eben von edler Herkunft iſt. Er war der Verwalter der Wittwen⸗ und Waiſenkaſſen, und dieſe geheiligtſten aller Gelder hat er ſchamlos und herzlos veruntreut. Während die armen, vaterloſen Waiſen, die armen, ſchutzloſen Wittwen, denen er ihr Hab' und Gut geſtohlen, in Kummer darbten, hat er geſchwelgt in Ueberfluß und Luſt, und als ſein Verbrechen entdeckt ward, fehlten in ſeiner Kaſſe über zweimalhunderttauſend Gulden. Und wie hat man ihn dafür geſtraft? Man hat ihn ſeines Amtes enthoben, das iſt Alles! Die Kaiſerin hat die fehlende Summe erſetzt, und befohlen, daß die Sache unterdrückt werde, denn der elende Menſch iſt der Vater einer ihrer Kammerjungfern, und er durfte deshalb nicht geſtraft werden. Und ſeitdem iſt der Herr Hofrath ein reuiger, zerknirſchter Sünder geworden, der jeden Morgen und jeden Abend in die Meſſe geht, und 7
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