Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Kaiser Joseph und Maria Theresia : 1. Band (1857)
Entstehung
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er war ſtattlich und prächtig anzuſchauen, und vielleicht hätte es nicht

des Ordenskreuzes des Papſtes bedurft, um dieſer ſtolzen und edlen Erſcheinung den Titel einesRitters zu bewilligen. Er nahm mit größter Unbefangenheit und mit ſtolzer heiterer Ruhe die Hand des Fürſten, und ließ ſich nicht einmal zu digung über ſein verſpätetes Kommen herab.

Gott ſei Dank, daß Sie endlich doch kommen, ſagte Fürſt Kau⸗ nitz laut genug, um von Jedermann verſtanden zu werden. Ich fürch⸗ tete ſchon, die Götter, Engel und Dämonen, deren täglicher Tiſchgenoſſe der große Maeſtro Gluck iſt, würden uns arme Sterbliche um die Ehre bringen, heute einmal mit dem Liebling der Götter, der Muſen und der Grazien an einer Tafel zu ſpeiſen.

Nun, die Götter, die Muſen und die Grazien ſind Alle ſehr be⸗ freundet mit dem Fürſten Kaunitz, ſagte Gluck lächelnd, und wenn man in ihrem Tempel iſt, hat man immer nicht weit bis zum Fürſten K zu gehen.

Kaunitz, welcher ſonſt gewohnt war, die grö Schmeicheleien mit vollkommener Seelenruhe indeſſen mit einem freundlichen Neigen die Geſellſchaft wendend, ſagte er: laſſen Sie uns zur Tafel gehen!

dargebotene der kleinſten Entſchul⸗

aunitz

ßten und übertriebenſten zu genießen, dankte Gluck des Kopfes, und ſich dann an jetzt, meine Damen und Herren,

Aber die Geſellſchaft ſtand noch immer unbeweglich und ſchweigend da, ſie erwartete noch immer, daß der Fürſt ihnen das Zeichen zum Aufbruch gebe, indem er einer der Damen ſeinen Arm reiche.

Der Fürſt ließ ſeine großen Augen mit einem prüfenden Blick an der Reihe der Damen vorübergleiten, und heftete ſie dann auf Gluck, der noch immer neben ihm ſtand.

Ich bitte den Herrn Ritter von Gluck, mir zu erlauben ihn heute als meine Dame betrachte, und ihm meinen der Fürſt, indem er mit ungewöhnlich tiefer Verneigung dem Compo⸗ niſten ſeinen Arm bot. Man hat ſonſt immer nur das Glück, bei Tafel zwiſchen zwei Damen zu ſitzen, wenn ich ab Seite habe, Herr Ritter von Gluck, ſo von neun Damen zu ſein. Deshalb,

gnädig und reichen Sie mir Ihren

,daß ich Arm biete, ſagte

er Sie an meiner bin ich gewiß, der Tiſchgenoſſe Liebling der Muſen, ſeien Sie Arm! Ich bin ein zu großer An⸗

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