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ſchaute
dorhet zu haben, er unterhielt ſich fortwährend und mit ungewohnter Lebhaf⸗
Fürf tigkeit mit dem Balletmeiſter Noverre. Der arme Tänzer indeß gab jetzt nur noch kurze, verlegene Antworten. Dieſe übergroße Gunſt des
6 o, ue Fürſten begann ihn zu ängſtigen, er bemerkte ſehr wohl die finſtern ſpra geringſchätzigen Blicke, die einige der vornehmen Herren auf ihn herüber⸗ iibe ſchleuderten, er ſah, wir der hohe Herr da mit dem glänzenden golde⸗ 1 de nen Stern auf der Bruſt ſich ihm immer mehr genähert hatte, und den auf die Beendigung ſeiner Unterhaltung mit dem Fürſten zu warten e uit ſchien. In tiefſtem Reſpect wollte der verlegene und geängſtete Künſt⸗ ler ſich eben vor dem Herzog zurückziehen, als Kaunitz ihn näher zu n Be⸗ ſich heranwinkte, und den armen verlegenen Tänzer an einem der großen 3 goldenen Knöpfe ſeines Sammetrockes feſthielt. ngela⸗ Gehen Sie nicht, ſagte Fürſt Kannitz leiſe. Ich ſehe da, eben ſo uf du gut wie Sie, den Herzog; er lauert nur darauf mich frei zu ſehen, um aunih mit mir zu reden; aber er iſt ein Lügner und Aufſchneider; mir iſt huldi nicht wohl bei ihm, deshalb will ich ihn nicht ſprechen!*) Erzählen e der⸗ Sie mir ein wenig von dem neuen Ballet, das Sie jetzt den Erzher⸗ it zut zoginnen zur Namensfeier des Kaiſers einſtudiren ſollen, und zu wel⸗ chem, wie man mir geſagt hat, der große Meiſter Gluck die Muſik Perde geſchrieben hat. Aber ſtill, ich ſehe da den Maeſtro ſelber kommen! Gäſte Der Fürſt nickte dem Tänzer lächelnd zu und durchſchritt mit un⸗ ihtern gewohnter Eilfertigkeit den Saal, um Gluck, welcher wirklich eben ein⸗ te des getreten war, entgegen zu gehen. Mitten im Salon trafen ſie Beide über zuſammen und reichten ſich Beide mit einem ſtolzen Neigen des Kopfes mubt, und einem gnädigen, wohlwollenden Lächeln die Hand. Ringsumher Künſt ſtanden die vornehmen Herren und Damen, und ſchauten ſchweigend diente und mit finſtern Mienen auf dieſe beiden Männer hin, welche da in könen⸗ ihrer Mitte ſtanden, Beide ſo ſtolz und ſelbſtzufrieden, Beide ſo ſehr ·8 als ihrer eigenen Größe ſich bewußt, daß es ſchien, als bemerkten ſie kaum, t mit daß noch andere Menſchen neben ihnen exiſtirten.— Meiſter Gluck trot war im glänzenden, goldgeſtickten Hofcoſtüm mit dem Galanteriedegen an der Seite und dem großen Brillantorden des Papſtes auf der Bruſt; hnung 5—* *) Des Fürſten eigene Worte. Siehe: Dutens Mémoires d'un Voyageur qui se repose. Vol. I. p. 357.


