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welche ſie ihm eröffnet. Er trägt an ſeinem Trauring ein gut Stück von Baiern an ſeiner Hand; wenn außerdem noch eine Frau daran hängt was liegt daran!
Ach, Durchlaucht, ſagte Binder lachend, eine Frau iſt indeſſen oft ſchwerer zu überwinden, als eine Provinz, und ich bin überzeugt, der König von Rom würde ſich das Stück Baiern lieber mit dem Schwert, als durch die Frau erobern!
Weil er ein Tollkopf iſt, der allerhand ſublime und philoſophiſche Ideen hegt, und ſeine Neuerungsſucht für gar abſonderliche Weisheit hält. Er wird ſich noch oft die Stirn blutig ſtoßen, der Herr König von Rom, der allemal Wände und Mauern einreißen will, um aufrecht und ſtolz in das Gebäude einzuziehen, in das wir durch ein Manſeloch hineinſchlüpfen, ohne uns den kleinen Finger zu verletzen. Mauern laſſen ſich nicht ſo leicht einſtürzen, aber Mauſelöcher giebt es überall, das wird der junge ungeſtüme Mann erſt einſehen lernen. Er hat überhaupt noch viel zu lernen und zu begreifen, und muß vor allen Dingen den phantaſtiſchen Gedanken aufgeben, Alles allein thun zu wollen. Man muß nie ſelbſt thun, was man durch Andere thun laſſen kann!*) Deshalb ſehe ich zum Beiſpiel gar nicht ein, warum Oeſterreich ſelbſt mit dem Schwert ſich dieſes Baiern erobern ſollte, was es viel bequemer durch Andere, nämlich durch die Erbſchaft der Königin von Rom erwerben wird.— Der Churfürſt von Baiern wird nicht mehr lange leben, und dann ſind wir ſeine natürlichen und friedlichen Erben.
Oder vielmehr der Krieg wird nur in den innerſten Gemächern des Königs von Rom fortgeſpielt, ſagte Herr von Binder.
Sie kommen immer wieder auf dieſe empfindſame Albernheit zurück, rief Kaunitz unwillig. Wenn dieſes Specialunglück des Kaiſerſohnes ſo ſehr Ihr Mitleid erweckt, ſo werden Sie bald wieder eine Veran⸗ laſſung zu ähnlichem Mitleid erhalten. Denn glauben Sie mir nur, die Tochter des ſpaniſchen Königs, welcher der Erzherzog Leopold ſich
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vermählt, iſt nicht ſchöner, nicht liebenswürdiger, und auch nicht geiſt⸗
reicher, als die Prinzeſſin Joſepha von Baiern. Der König von Rom wird alſo wenigſtens ſeinen Bruder, den jungen Großherzog von Toscana,
*) Des Fürſten Kaunitz Lieblingswort.
nicht; die wi G entgeg - Prinze früher zu den ſodann Loiſa nahe Vorſa ſchied lange Unger
welch Dieſe Sie Bart und
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