Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Kaiser Joseph und Maria Theresia : 1. Band (1857)
Entstehung
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ich Sie um Ihre Freundſchaft und Ihr Vertrauen, jetzt weiſe ich Bei des zurück, denn ſie haben den verwegenen Muth gehabt, den Moment des Vertrauens vorübergehen zu laſſen. Jetzt iſt es zu ſpät, jetzt ſind Sie nicht mehr eine Freundin, welche man beſchuldigt, und die ich be⸗ ſchützen will, ſondern eine Lügnerin und Heuchlerin, die man anklagt, und die ſich zu rechtfertigen hat! Leſen Sie alſo, Madame, und ſagen Sie mir dann, ob dieſe Zeilen Wahrheit enthalten.

Joſepha lag noch immer auf ihren Knieen, aber ſie hatte die Arme nicht mehr zu ihrem Gemahl erhoben, ſie wußte jetzt, daß ſie nichts mehr von ihm zu hoffen, daß ſie nur noch ſein Urtheil zu empfangen habe.

Sie wollen nicht leſen, ſagte Joſeph, als ſie unbeweglich, mit herabhängenden Armen, mit geſenktem Haupt auf ihren Knieen blieb. Nun, denn, ſo will ich Ihnen ſagen, was in dieſem Briefe ſteht! Es ſteht darin, daß ich mich vor Ihrer Berührung hüten ſoll, daß es ge⸗ fährlich iſt, Ihnen zu nahen, daß—

Ich will Ihnen ſagen, was ferner in dem Brief ſteht, rief Jo⸗ ſepha mit einer verzweiflungsvollen Energie, indem ſie ſich raſch von ihren Knieen erhob. Sie verweigern es mein Geheimniß anzuhören, ſo ſol⸗ len Sie es ſehen!

Und mit einer wilden, ſtürmiſchen Bewegung riß ſie das Gewand, welches ihren Hals und ihre Schultern verhüllte, herab, und ließ es, achtlos, daß ſie jetzt im leichten Untergewande, mit entblößten Armen und Schultern da ſtand, zur Erde gleiten. Dann neigte ſie ihr Haupt und beugte ihren Nacken, wie eine Verurtheilte, welche ihr Haupt auf den Block legt, und den Todesſtoß erwartet.

Sehen Sie jetzt meinen Nacken an, und dann wiſſen Sie mein Geheimniß, ſagte ſie, mit geſenktem Haupt und gefaltenen Händen vor Joſeph ſtehend bleibend. Und nun hören Sie noch dies, fuhr ſie hoch⸗ athmend fort. Bis vor drei Monaten hatte ich einen Bruder, welchen ich liebte, vielleicht deshalb liebte, weil er ſo ſehr unglücklich war. Er litt ſeit ſeiner Kindheit an einer grauenvollen, entſetzlichen Krankheit, welche die Aerzte den Ausſatz nannten. Die Leute fürchteten ſich davor, und zuletzt wollte Niemand mehr bei ihm ausharren, denn die Aerzte ſagten, die Krankheit ſei anſteckend. Ich liebte meinen Bruder, und ich ſah, was er litt, ich ſah ſeine Einſamkeit und Verlaſſenheit. Das

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bis er ſich nicht meinem Flecken, ſind ung Haut, Kranken und bal los fort Sie üt

mich n B dnem met we ſelige mache und d derdan müſſer zälhen Zarn

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