Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Kaiser Joseph und Maria Theresia : 1. Band (1857)
Entstehung
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Sternen ſchmücken, um meiner erhabenen Frau Mutter und der ge⸗ Kraf 4- ſtrengen Madame Etiquette zu genügen. Leben Sie wohl, und haben 1 geloh Sie die Gnade hier Ihren allerunterthänigſten Knecht zu erwarten! es u Und dem vorſchriftsmäßigen ſpaniſchen Gruß getreu, beugte er ihn a halb ein Knie vor ihr, und küßte den Saum ihres Gewandes. Dann ſoll g zog er ſich rückwärts gehend bis an die Thür dadrüben, welche in ſeine ihm d Gemächer führte, zurück. Hier blieb er ſtehen, um ſich noch einmal tief zu verneigen. Auf einmal aber, aller Etiquette und alles Cere⸗ moniells vergeſſend, ſprang er vorwärts, wieder zu Iſabellen hin, um ſie leidenſchaftlich zu umfaſſen, und ihr Antlitz mit Küſſen zu bedecken. Lebe wohl, lebe wohl, ſagte er lachend, ich nehme Abſchied von Dir für drei lange, lange Stunden, denn da drüben bei der Frau Kaiſerin, da ſehe ich nicht Dich, ſondern nur die Frau Erzherzogin. Lebe wohl! ö 3 Er küßte ſie noch einmal, und ſprang dann in luſtigen Sätzen und durch das Zimmer zu der Thür hin. ten 1 Iſabella ſchaute ihm lächelnd nach, aber als die Thür ſich hinter 1 von ih 4 ihm ſchloß, verſchwand das Lächeln von ihren Lippen, und ihre Züge dan nahmen ſofort einen ernſten, melancholiſchen Ausdruck an. mi ki Armer, armer Joſeph, flüſterte ſie leiſe. Er liebt mich wahrhaft, Zun und er glaubt an mich und meine Liebe! An meine Liebe, an dies vnre Herz, welches eingeſargt und begraben iſt! din Sie ſchauderte in ſich zuſammen, eine tiefe Bläſſe bedeckte ihre u d Wangen, und vor ſich hinſtarrend ließ ſie, der Gegenwart entrückt, die tn 2 traurigen und entſetzensvollen Bilder der Vergangenheit an ihrer Seele 4 a 1* vorüberziehen. uiT Oh, das iſt Unrecht, das iſt Unrecht, murmelte ſie dann, in ſich bn t zuſammenſchreckend, ich darf dies nicht mehr denken, und nicht mehr Um an ſehen!* habe das Leben angenommen, und ich will es tapfer, ehr⸗ k un lich und treu zu Ende führen. Drei Jahre der Prüfung und der 3 n Schmerzen noch, dann, dann bin ich frei, dann darf mein erlöſter Geiſt lchts dieſe Feſſeln des Körpers ſprengen, dann, dann bin ich wieder bei Dir, ai din bei Dir! Aber für dieſe drei Jahre, welche ich noch zu leben habe, 1 iha für dieſe drei Jahre gieb mir Kraft, mein Gott. Stärke meinen Geiſt, en N.

daß er ſtandhaft ſei, tröſte mein Herz, daß es ertrage! Ja, gieb mir