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an einen Mann, den Dein Herz nicht begehrte, den Du nicht kann⸗ teſt, den nur die Politik und die Staatsklugheit Dir aufgedrungen. Sag's frei heraus, haſt Du mich recht verabſcheut?
Er ſchaute mit einem ſo glücklichen Lachen, einem ſo ſtrahlenden Ausdruck der Liebe und Zuverſicht zu ihr empor, daß Jſabellen's Antlitz davon gleichſam wie mit einem roſigen Wiederſchein angeleuchtet ward.
Nein, ſagte ſie, in ſein Lachen einſtimmend, nein, ich habe Dich nicht verabſcheut und nicht gehaßt, denn Du warſt mir lange ſchon nicht fremd. Man hatte mir ſchon oft erzählt von dem jungen Erz⸗ herzog Joſeph, man hatte mir ſein edles, glühendes, leidenſchaftliches Weſen geſchildert, und als ich erfuhr, daß Er es ſei, dem man mich beſtimmte, da beklagte ich ihn, nicht mich!
Und warum Ihn?
Weil er ſich wider ſeinen Willen einer armen unbekannten Prin⸗ zeſſin vermählen mußte, die nicht im Stande ſein wird, ſeinen hoch fliegenden Plänen, ſeinen glühenden Wünſchen, ſeinen gerechten An⸗ ſprüchen zu genügen. Oh, die arme Iſabella von Parma iſt nicht dazu gemacht eine Kaiſerin zu ſein!
Und hätte ich ihr den erſten und glänzendſten Thron der Welt zu bieten, ſie würde immer die herrlichſte Zierde dieſes Thrones ſein. Iſabella iſt dazu gemacht, die Kaiſerin der ganzen Welt, die Beherr⸗ ſcherin der ganzen Menſchheit zu ſein. Alles was es an Poeſie, an Schönheit, Güte, Weisheit und Milde giebt, ſtrahlt aus ihren Augen! Oh ſchaut mich an, Ihr meine ſüßen, ſchönen Sterne, glänzt Frieden, Glück und Wonne, in mein Herz hinein. Ihr wißt nicht, wie kalt und trübe es einſt in meinem Herzen war, Ihr habt nicht geſehen, wie ich gelitten habe in der Einſamkeit meiner Seele, wie dumpf und öde meine Tage dahin ſchlichen, wie ich meine Thränen hinunter würgte, und unter einem Lächeln die Zornesworte begrub, die auf meinen Lip⸗ pen zitterten, wenn ich ſah, wie die Heuchler und Schmeichler ſtets über mich den Sieg errangen, und mich verketzerten, verleumdeten und bei Seite drängten. Oh Jſabella, ſchwöre mir, daß Du mich niemals verlaſſen, daß Du immer bei mir bleiben willſt, denn ohne Dich würde ich das Leben nicht mehr ertragen können!
Und wie von ahnungsvoller Angſt durchſchauert, ſchlang Joſeph
ſeine preßte
G willſt!
. Dr, Jſabe
1 Liebe, Locke drückt nende


