anſtaunte. Wie lieblich und edel war nicht das O
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hatte den einen Flügel des Schloſſes von Schönbrunn den Neuver⸗ mählten zur Wohnung überlaſſen, und die Zimmer mit wahrhaft kai⸗ ſerlicher Pracht ausgeſtattet. Die glänzendſten vergoldeten Meubles, alles was der Comfort und Luxus zu erfinden vermocht, ſchmückte die Zimmer der jungen Erzherzogin, köſtliche türkiſche Fußteppiche bedeck⸗ ten den Boden, herrliche Gemälde italiäniſcher Meiſter prangten an den Wänden, und da man wußte, daß die Infantin ſich ſelber mit den Künſten beſchäftigte, war auf beſondern Befehl der Kaiſerin ein reizen⸗ des kleines Maler-Atelier, geſchmückt mit Statuen und Marmorbüſten und ein Muſikſaal eingerichtet, in dem ſich die verſchiedenſten Inſtru⸗ mente befanden, denn da man nicht wußte, welches Inſtrument die In⸗ fantin ſpiele, wollte man ihr die Wahl deſſelben frei ſtellen.
Von dem Muſikſaal führte eine Glasthür auf den Balcon, der durch die herrlichſten ſüßduftenden Pflanzen und Blumen in eine große, reizende Laube verwandelt war, und von dem man eine köſtliche Aus⸗ ſicht über den Park, und in weiter Ferne über die von blauem Nebelduft ſanft umſchleierte Stadt genoß.
Auf dieſem Balcon befand ſich ſo eben das junge Paar. Jſabella ſaß auf einem der beiden Lehnſtühle, die unter den großen von Blüthen überſäeten Myrthenbäumen ſtanden. Joſeph hatte neben ihr geſeſſen, aber auf einmal war er leiſe von dem Lehnſtuhl auf das kleine Ta⸗
bouret, das vor Iſabellen ſtand, niederg eglitten, und ſchaute jetzt, zu ihren T geg 1 jetzt, 3
Füßen ſitzend, lächelnd zu ihr empor. Es war ein wundervoller An⸗ blick, dieſe Zwei zu ſehen, die da unter dem Myrtengebüſche im ſtillen Frieden der Schöpfung den erſten Offenbarungen ihrer jungen, unſchul⸗ digen Herzen zu lauſchen, und der ganzen Welt vergeſſend, nur mit ſich und ihrem jungen Glück beſchäftigt ſchienen. Durch die Bäume des Gartens zog der Abendwind leiſe flüſternd dahin, als ſollten die Bäume dem jungen Paar den Liebesgruß der Natur entgegen murmeln, durch das Myrtengebüſch des Balcons drängte ſich ein neugieriger goldiger Strahl der verblaſſenden Abendſonne, und beleuchtete das Antlitz der jungen Erzherzogin wie mit der Glorie eines Engels. Und ſchön wie ein Engel ſchien ſie dem Erzherzog, der zu ihren Füßen ſaß und ſie val ihres Angeſichtes, anfte Lächeln dieſer purpurrothen Lippe, 1
wie ſchön und reizend das ſ
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