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Rechnung zu tragen. Gewähren wir ihnen heute Etwas, damit ſie nicht morgen Alles fordern!
Wie? rief der Erzherzog zürnend, Sie ſind jetzt der Meinung, daß wir dem Pöbel nachgeben ſollten?
Kaiſerliche Hoheit, was heute nur der Pöbel fordert, das werden morgen die Stände wiederholen, das wird übermorgen das ganze Land zu ſeiner Lieb⸗ lingsmelodie machen!„Reformen! Vereinigte Land⸗ ſtände!“— Nun gewähren wir Reformen, berufen wir die Landſtände aus allen Provinzen zu vereinten Sitzungen, beſchwichtigen wir die wilde Meute, indem wir ihr einen Knochen hinwerfen, an dem ſie ſich feſt— beißen kann!
Auch ich wage es, Ew. kaiſerliche Hoheit zu beſchwören um Nachgiebigkeit, um Reformen, rief Graf Kollowrat dringend. Noch ſteht es vielleicht in unſerer Macht, das ſchwankende Schiff des Staates aus dem Sturm zu erretten, indem wir Einiges als Ballaſt über Bord werfen, was veraltet und wurm⸗ ſtichzig geworden, und uns hemmt in unſerm Lauf. Wenn wir es heute nicht thun, werden wir morgen von dem Sturm in ſeine wirbelnden Kreiſe hin⸗ eingezogen werden, und nichts wird uns mehr erret⸗
ten können.


