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von Entſetzen betäubt und ihrer Sinne beraubt wor⸗ den. Aber plötzlich fühlte ich etwas Warmes, Feuchtes über meine Hand ſich ergießen, und in demſelben Augenblick ſchrie ſchon Roſalie Randel: die Herzogin iſt verwundet. Sie blutet! Sie riß mit zitternden Händen ihr die Kleider auf, und jetzt ſtürzte das Blut in einem großen Strahl uns aus ihrem Buſen ent⸗ gegen. Die Herzogin, welche bis dahin lautlos gelegen, röchelte tief auf,— es war das Röcheln einer Ster⸗ benden. Schon nach einer Stunde, noch bevor der Arzt, nach welchem ich einen reitenden Boten geſchickt hatte, gekommen war, hauchte ſie ihren Geiſt aus.
Arme, unglückliche Mutter, ächzte der Herzog, ſo mußte Dein entſetzliches Geſchick ſich dennoch erfüllen und ich bin zu ſpät gekommen!
Der Prinz ſagte kein Wort. Er hatte ſich von Flora's umſchlingenden Armen frei gemacht und ſtarrte mit weit aufgeriſſenen Augen, mit einem ſeltſamen Ausdruck von Furcht und Entſetzen zugleich auf den Erzähler hin, während Flora hinter ihm ſtand und faſt mit einem Lächeln zugehört hatte.
Und was geſchah weiter? fragte der Herzog. Be⸗ nachrichtigte man nicht die Gerichte? Unterſuchte man


