Teil eines Werkes 
4. Abtheilung, Erzherzog Johann als Reichverweser : 2. Band (1863)
Entstehung
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die es natürlich ſofort der Herzogin berichtete, und denken Sie ſich nur, die Alte gerieth darauf in ſolche Angſt, daß ſie keine Speiſe zu berühren wagte, welche nicht Roſalie Randel oder ihr Haushofmeiſter vorher gekoſtet hatte.

Arme, beklagenswerthe Frau, rief der Herzog. Man hat ſie tödten wollen durch fortwährende Todes⸗ angſt, durch fortwährende Furcht vor dem Mord, oder man ſagt das jetzt, um die mißlungenen Verſuche des beabſichtigten Verbrechens zu bemänteln. Aber ich will nicht darnach forſchen und darnach fragen, ſon⸗ dern aus der Tiefe meines Herzens will ich nur Gott danken, daß die Herzogin noch lebt, und daß ich, von Ricardo Meyer's Todesbeichte bewogen, die Reiſe hierher unternommen habe. Prinz Maximilian von Sulkowski, ich bin gekommen, um Dich vor einem Verbrechen, die Herzogin von Bielitz, unſere Mutter, vor einem unnatürlichen Tode zu erretten. Ich bin gekommen, um die Herzogin mit mir nach Amerika zu nehmen, und

Ein Schrei tönte von den Lippen des Prinzen, und er ſtürzte haſtig der Frau entgegen, die ſo eben auf der Schwelle der Thür, zwiſchen den Portièren, erſchien.