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geſegnet! Die Treue lebt, und die Liebe iſt unſterb⸗ lich, wie Du ſelber! Und nun, mein Freund, mein Geliebter, fuhr ſie fort, indem ihr ſtrahlender Blick ſich vom Himmel niederſenkte auf Guido, nun danke ich auch Dir für das Glück dieſer Stunde. Du riefſt nach mir, als ich bebend, voll unausſprechlicher Be⸗ wegung hier eintrat, als ich es wagte, Euch zu be⸗ lauſchen, ja, Du riefſt nach mir, Dein Herz gab Antwort auf die Frage des Meinen. Aber ich wiederhole ſie Dir dennoch: Guido, liebſt Du mich? Willſt Du mich annehmen zu Deiner Frau? Soll die Heimathloſe endlich ein Aſyl finden, eine Heimath an Deinem Herzen?
Er trat dicht zu ihr hin, er hob ſie ſanft von ihren Knieen empor und lehnte ihr Haupt an ſeine Bruſt. Ein wunderbarer Friede, eine feierliche Ruhe lag auf ſeinem männlich ſchönen Angeſicht, der trotzige, freudige Muth eines Helden, der im Begriff iſt in die Schlacht zu gehen, der leuchtete aus ſeinen großen Augen, von ſeiner hohen, energiſchen Stirn.
An meinem Herzen, Felicia, da ſei fortan Deine Heimath, ſagte er, indem er ſeine Hand auf ihr Haupt legte, als wolle er ſie ſegnen. An meinem Herzen ſollſt Du ausruhen von allem Schmerz des Lebens,


