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damit ſie unſerer Geſchwiſterliebe endlich die Weihe der Unlösbarkeit gebe, damit ich Dich und ſie zum Altare führen und Eure Hände in einander legen, und Euch ſegnen, und meine Schwüre mit den Euren ver⸗ binden kann, damit unſere gemeinſamen Schwüre der Treue, der Liebe, zu Gott emporſteigen können.
Oh, mein Gott, murmelte Guido leiſe, mein Gott, gieb mir Kraft. Und mit lauter Stimme, in leiden⸗ ſchaftlicher Errregung rief er dann auf Einmal: Ja, warum kommt Felicia nicht, daß ich ſie zum Altar führen, daß ich mich auf ewig mit ihr verbinden kann? Sie hat ſich mir am Sterbebette ihrer Mutter zum ewigen Bunde gelobt, warum kommt ſie nicht, meine Hand anzunehmen, die ſich ihr ſo ſehnſuchtsvoll ent⸗ gegenſtreckt?
Felicia iſt da und ſie nimmt Deine geliebte Hand an, ſagte eine leiſe, zitternde Stimme hinter ihnen.
Und wie ſie entſetzt, ſprachlos vor Erſtaunen ſich umwandten, ſahen ſie da, unweit von ihnen eine hohe, bleiche, ernſte Frauengeſtalt voll edler Würde, voll ſanfter Ruhe, die Augen mit dem Ausdruck unend⸗ licher Liebe ihnen zugewandt, die Arme ausgeſtreckt, als wolle ſie die Beiden zu ſich rufen an ihr Herz, in ihre Arme.


