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Es lebe der König Louis Philippe und die Königin Amalie, riefen die Paſſagiere in lautem, einſtimmigem Chor und alle Häupter ſenkten ſich tiefer, und in allen Augen glänzten Thränen.
Die Königin Amalie hatte ihre Hände gefaltet und ſchaute mit thränenvollen Blicken zum Himmel empor. Der König dankte mit lächelnder Ruhe nach allen Seiten hin und gab dann ſeiner Gemahlin den Arm, um ſie hinunter zu geleiten in die Staatskajüte, nach welcher der Capitain ihnen als Wegweiſer voranſchritt.
Einige Stunden ſpäter indeß kam der König, von ſeltſamer Unruhe getrieben, wieder auf das Verdeck hinauf. Der Sturm hatte ſich gelegt, denn der Wind war plötzlich umgeſprungen, das brauſende Meer be⸗ gann ſich zu beruhigen, die düſtern Wolken am Hori⸗ zont zogen langſamer und hier und da blinkte ſchon etwas von dem blauen Himmel hervor, ſo glänzend und hell, als ſei es das Auge eines Engels, der er⸗ barmungsvoll hinabblicke auf die armen bemitleidens⸗ werthen Menſchenkinder.
Der König lehnte ſeine Arme auf die Seitengal⸗ lerie, welche ringsum das ganze Schiff einſchloß, er ſtarrte gedankenvoll hinaus auf das Meer, hinüber nach den fernen, längſt nicht mehr ſichtbaren Küſten
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