Teil eines Werkes 
4. Abtheilung, Erzherzog Johann als Reichverweser : 1. Band (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

320

wir bleiben im Herzen, und unſere Lieb' und Treue ſoll der Jahre ſpotten und ſie überdauern. Wir wer⸗ den uns wiederſehen, das fühle ich und weiß ich. Darauf, meine Geliebte, laß uns hoffen und vertrauen, darin laß uns Muth finden, freudig zu ſein auch in der Trennung, des Wiederſehens gewiß. Ich werde ſtreben, ein Mann zu werden, der meiner Felician würdig iſt und es verdient, ſie heimzuführen.

Und ich, mein Geliebter, ich werde dieſer heiligen Stunde gedenken und ſie wird mir Muth geben zul

allem Guten, Muth, die Trennung zu ertragen. Aber wir werden uns ſchreiben. Nicht wahr, F⸗ licia, wir werden uns ſchreiben? Frage darnach die Tante Katharina. Sie wird es

vermitteln, wenn es ſein kann. Aber mein Herz wird

an Dich ſchreiben alle Tage, und die Sonne und die Wolken, und die Sterne und der Mond, ſie werden Dir immer meine Grüße bringen. Denn dieſelbe Sonne ſcheint dort drüben und dieſelben Sterne leuch⸗ ten Dir und mir.

Das Denken an Dich, Felicia, das wird der Stern ſein, der in meinem Herzen leuchtet, die Liebe wird die Sonne ſein, die meinen einſamen Pfad überſtrahlt.

Felicia, rief Katharina Cibbini, die Thür öffnend.