Teil eines Werkes 
4. Abtheilung, Erzherzog Johann als Reichverweser : 1. Band (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Du

dunde

mpor rech⸗ ſterte hnen bend

mich Weib

einer

319

Oh, ſprich nicht ſo, Guido, ſagte ſie zärtlich. Schwöre nicht bei dem Zorn Gottes, denn wiſſe, daß ich Dir vergeben und Dich noch lieben würde, ſelbſt wenn Du mich vergeſſen und eine Andere lieben

könnteſt. Der Segen meiner Liebe würde bei

bleiben, auch wenn Du der Entfernten nicht mehr ge⸗ ächteſt, ſondern Erſatz für ſie gefunden hätteſt in

4 andern Liebe.

Nie, nie wird das ſein, rief er leidenſchaftlich. biſt meine Braut, Dir habe ich mich verlobt an Sterbebett Deiner Mutter. Dir halte ich die

eue bis zum Tode. Wir ſind Beide noch ſo jung, wir haben noch ſo lange Zeit zu warten auf das Glück. Und müßte ich zwanzig Jahre harren auf 6. Deine Wiederkehr, mein Herz wird zwanzig Jahr und Treue Dich erwarten.

Dir

änger jung in Lieb' und

. Zwanzig Jahre, ſagte ſie träumeriſch. Zwanzig 8

Jahre, Guido, Du würdeſt dann das alte heimkehrende Mädchen von fünfunddreißig Jahren nicht mehr lieben können.

Die Liebe zählt nicht nach Jahren, Theure, ſie iſt Jugend und das Herz

von ewiger, unvergänglicher gedenke

altert nie. Gedenke daran, meine Geliebte, daran in den Jahren unſerer Trennung. Jung wollen