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Niemals, nein, niemals werde ich dieſen Eid ſchwö⸗
u ſich ren, rief Guido auffahrend. Mut⸗ Du wirſt ihn ſchwören, denn Du wirſt Deinem 17 genen Vater die Freiheit wiedergeben wollen. Bedenkt, meine 4 ungen Kinder, was Eure Väter gelitten haben, ſtählt mit 1 4 denen dieſen Erinnerungen Eure Herzen, daß auch ſie gepanzert 2 eſtens ſind zu leiden und zu dulden. Denkt, daß Eure Väter e de ſeit fünfzehn Jahren im Kerker ſchmachten. Einmal Det freilich vor ſechs Jahren gelang es Deinem Vater, 4 zafen Felicia, aus dem Gefängniß zu entfliehen. Deine i für Mutter hatte dieſe Flucht vorbereitet, hatte die Kerker⸗ meiſter beſtochen, die Wege geebnet zur Flucht. Dein du Vater entkam, und begleitet von Deiner Mutter lebte er als Bauer verkleidet in den Bergen Tyrols; aber 4 T zu nach ſechs Monaten ſchon hatten die Spione ihn ent⸗ deckt. Man verhaftete ihn, brachte ihn wieder zurück ht nach dem Spielberg und führte Deine Mutter und üler Dich hierher nach Wien. Hier gebar die Mutter 1 Kind Deine Schweſter Carmela, und ſie ſagen deshalb, die dah in Wien geborene Tochter des gefangenen Grafen 1 6 Confalconi ſei eine Oeſterreicherin, ſei das Kind des 1 ar in Staates, der die Hinterbliebenen der bürgerlich todten—
nträ Gefangenen adoptire und ſie zu ſeinen Kindern mache.


