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Mit ſolchem Antlitz voll Freude und Glück trat ſie am Abend dieſes Tages in das Gemach ein, in welchem ihre beiden Nichten Felicia und Carmela bei einander ſaßen. Es war daſſelbe Gemach, in welchem die Mutter der beiden verwaiſten Mädchen, in welchem die Gräfin Confalconi vor zwei Monaten geſtorben war, daſſelbe Gemach, in welchem damals Katharina Cibbini ihrer ſterbenden Schweſter die tiefſten Ge⸗ heimniſſe ihrer Seele gebeichtet, in welchem dieſe ihren Töchtern befohlen hatte, ihre Schweſter als ihre Vor⸗ münderin zu betrachten und ſie zu lieben und ihr zu gehorchen.
Und als eine treue, liebevolle Vormünderin hatte ſich Katharina Cibbini den verwaiſten jungen Gräfin⸗ nen Confalconi bewährt. Sie waren arm, denn der Staat hatte ihre Güter eingezogen, aber Katharina ſorgte für alle ihre Bedürfniſſe mit der Liebe und Sorgfalt einer Mutter; ſie ließ die beiden holden Mädchen an nichts Mangel leiden, ſie verſorgte ſie mit allem Comfort des Lebens, gab ihnen angemeſſene Dienerſchaft, ließ die erſten Lehrer kommen, um Felicia in der Muſik, im Malen, in allen für eine Dame der höhern Stände nothwendigen Kenntniſſen zu vervoll⸗ kommnen, und hatte außerdem der kleinen Carmela


