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eine Gouvernante ausgewählt, die zugleich geeignet war, die mütterliche Freundin und Begleiterin der beiden jungen Gräfinnen zu ſein. Mit einem Antlitz voll Freude und Glück, wie ge⸗ ſagt, trat Katharina Cibbini am Abend des düſtern Feiertages in das Gemach ein, in welchem ihre beiden Nichten ihrer harrten, denn Katharina hatte ſie ſchon in der Frühe des Tages von ihrem Kommen benach⸗ richtigen und ſie wiſſen laſſen, daß auch ihr Neffe Guido von Caſtiglioni um dieſelbe Stunde zu ihnen kommen würde. Vielleicht hatte die Ungeduld des jungen Mannes die feſtgeſetzte Zeit nicht erwarten können, vielleicht war Katharina ſpäter gekommen, als ſie beabſichtigte, jedenfalls war Guido von Caſtiglioni früher angelangt, als ſeine Tante, und an den leuch⸗ tenden Augen des jungen Mannes, an dem verſchäm⸗ ten Erröthen Felicia's, an dem Zucken ihrer kleinen Hand, die ſich raſch aus den Händen Guido's zurück⸗ zog, hätte Katharina ermeſſen können, daß das junge Liebespaar die Zeit des Wartens benutzt hatte, um leiſe, damit die kleine Carmela ſie nicht höre, mit ein⸗ ander zu flüſtern von ihrer Liebe und ihren Hoffnun⸗ gen für die Zukunft. Aber Katharina Cibbini achtete nicht darauf, ihre Mühlbach, Erzherzog Johann. 4. Abth. l. 20


