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vieler Kronen, ſo vieler Millionen, da liegt er ächzend, ſchlafend auf dem Divan, während die Kammerfrau ſeiner Gemahlin ihn wie ein krankes Kind mit Muſik in Schlaf einlullt. Ein Volk von vielen Millionen Menſchen hofft auf ihn, erwartet von ihm Glück, Wohlergehen, Freiheit, Liebe und Ehre, und er ſelber — er ſelber iſt nur ein armer, ſchwacher, kranker Menſch, der Gott nur bittet um ein wenig Schlaf, ein wenig Ruhe für ſeine matten, zuckenden Glieder!
Der Kaiſer ſchläft, aber im Palaſte iſt es lebendig geworden; die Gemahlin Ferdinand's hat ſich von ihrem Lager erhoben und hat wieder ihren Beicht⸗ vater rufen laſſen.
Sie liegt vor ihm auf den Knieen, und in zer⸗ knirſchter Frömmigkeit ſchwört ſie, daß ihr ganzes Le⸗ ben dem Dienſte Gottes, der Religion und der Kirche geweiht ſein ſoll, daß ſie keine heiligere Pflicht kennen will, als zu wirken für die Wiederherſtellung des Or⸗ dens der Geſellſchaft Jeſu.
Und auch zwei andere Frauen beten um dieſe Stunde daſſelbe Gebet. Die Erzherzogin Sophie liegt auch auf ihren Knieen, und mit flammenden Augen, mit ſtrahlendem Angeſicht erhebt ſie die Hand zum Schwur und ſchwört ihrem Beichtvater Bex, daß ſie


