Teil eines Werkes 
4. Abtheilung, Erzherzog Johann als Reichverweser : 1. Band (1863)
Entstehung
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Mal unterbrach ihn das Volk nicht, es lauſchte mit an⸗ gehaltenem Athem auf ſeine Erbſchaft)Ich ver⸗ mache meinen Unterthanen meine Liebe; ich hoffe ich werde vor dem Throne Gottes für ſie beten können. Der Armee danke ich für ihre treuen Dienſte; ihre Tapferkeit erhielt die Monarchie.*)

Das Volk ſtand noch immer in athemloſem Schweigen und horchte, als die Lecture längſt beendet, der Mann längſt von den Schultern des Rieſen herab⸗ geklettert war.

Das Volk ſtand immer noch und horchte und wartete. Dann, als Alles ſtumm blieb, ſchaute man ſich einander verwundert an, dann fragten Diejenigen, die hinterwärts geſtanden, und daher nicht deutlich gehört hatten, ihre Vordermänner:Was hat er ge⸗ leſen? Was hat uns der Kaiſer vermacht?

Und die Gefragten wandten ſich mürriſch um und erwiderten: ſeine Liebe hat uns der Kaiſer vermacht.

Gut, ſehr gut, brüllte und fragte man weiter. Aber wie viel Millionen hat uns der Kaiſer vermacht?

*) Die letzten handſchriftlichen Worte des Kaiſers Franz. Siehe:Erinnerungsblätter aus den Papieren eines Diplomaten. Seite 9. 1