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Inndeſſen, dieſe Anfälle erſchreckten die nähere Um⸗ gebung Ferdinand's gar nicht mehr. Man war an dieſelben gewöhnt, man wußte, daß ſie vorübergingen, und daß Ferdinand ſich bald wieder erholte, wenn man ihm nur Ruhe gönnte und ſeinen armen, ge⸗ brochenen, zuckenden Gliedern Zeit und Muße gab, ſich zu erholen. Freilich war der Anfall dies Mal ungewöhnlich heftig geweſen, und auf Katharina's Be⸗ fehl hatte der Kammerdiener die Gemahlin Ferdinand's und den Leibarzt herbei rufen müſſen. Aber die Kai⸗ ſerin fühlte ſich ſelber ſo leidend und unwohl, daß ſie nur kurze Zeit bei ihrem Gemahl zu bleiben vermochte, und bald dem dringenden Rath des Leibarztes folgen, und ſich in ihre Gemächer begeben mußte.
Zudem wußte ſie ja, daß Niemand in dieſen trau— rigen Kriſen dem armen Kranken beſſere Hülfsleiſtung zu gewähren verſtand, als ihre Kammerfrau Katharina Cibbini, und daß von Niemandem ihr Gemahl die⸗ ſelbe lieber annahm als gerade von dieſer, die ſo lange ſchon vertraut war mit ſeinen Leiden und Qualen.*)
Katharina Cibbini war alſo bei dem Kranken ge⸗ blieben, als die Kaiſerin, der Arzt und die Diener⸗
*) Sibylliniſche Bücher aus Oeſterreich. Bd. I.
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