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Ew. Majeſtät wird unwohl, ſagte Katharina ängſt⸗ lich, erlauben Sie mir Ihnen Ihre Arznei zu holen.
Sie eilte nach der Thür des Wohnzimmers hin, aber auf ihrem eiligen Gange beachtete ſie vielleicht nicht den Stuhl, der ihr im Wege ſtand, ſie ſtieß ihn an, und der Stuhl fiel mit einem ziemlich ſtarken Ge⸗ räuſch zu Boden.
Ferdinand ſtieß einen Schrei des Entſetzens aus, und fiel zuckend, mit verdrehten Augen in die Kiſſen des Divans zurück.—
Ein ſeltſamer Ausdruck hohnlächelnden Triumphes flog über das bleiche Angeſicht der Cibbini hin, dann eilte ſie in das Wohnzimmer und rief den Kammer⸗ diener herbei, und kehrte mit ihm zu der armen, röchelnden, in Schmerzen ſich windenden, in Krämpfen zuckenden, ſich aufbäumenden, in ſich zuſammen⸗ kriechenden Geſtalt zurück, die da auf dem Divan ſich reckte und hob und ſich jammernd und kreiſchend plagte im Kampf des Leidens.
Dieſe junge, heulende, ächzende Geſtalt— das war der junge Kaiſer von Oeſterreich, das war der Mann, der in ſeinen ſchwachen, zitternden Händen das Scepter der öſterreichiſchen Monarchie zu halten be⸗ rufen war!


