Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 3. Band (1862)
Entstehung
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Geburt 2) Aerzte nſt von Kaiſer ohann, Herzog ar ſeit gekehrt. getreue Jüng⸗ om ge war an Teſta⸗

5, was

n, wie röcheln

zimmel.

von

289

Schönbrunn und ſchlug an die Fenſter, daß ſie klirr⸗ ten, als ob Geiſterhände ſie berührten und dem Ster⸗ benden das Zeichen gäben, daß es Zeit ſei. Der Donner rollte wie die Stimme Gottes mächtig und majeſtätiſch daher und übertönte das Todesröcheln des Sterbenden und das Schluchzen ſeiner Mutter, die dalag auf ihren Knieen vor dem Lager des Sohnes, vor dem einſtigen Lager des Kaiſers. Jetzt zuckte ein Blitz durch die Fenſter, ſo hell, ſo flammend, daß es ſchien, als ob das ganze Gemach ſich mit Feuer er⸗ fülle, als ob das Bett des Sterbenden in Flammen ſtände. Ein furchtbarer Donner folgte, praſſelnd fiel eine ſchwere Maſſe draußen an den Fenſtern vorüber und mit dumpfem Geräuſch auf den Hof hinab.

Der Blitzuchatte von dem Adler, der draußen an dem 2asn Schönbrunn über dem Portal ange⸗ bracht war, den einen Flügel herunter geſchlagen.

Den ganzen Tag und die folgende Nacht noch kämpfte der Sterbende mit dem Tod, dann gegen Morgen richtete er ſich halb empor, ſchlug er ſeine Augen auf.

Ich gehe unter! Ich gehe unter! rief er mit überlauter, ſchallender Stimme. Oh, meine Mutter!

Meine Mutter! Mühlbach, Erzherzog Johann. III. 19