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ruhmloſes Leben verlaſſen zu müſſen! Meine Geburt und mein Tod, das iſt meine ganze Geſchichte!*)
Weinend ſtand ſeine Mutter, ſtanden ſeine Aerzte und Freunde um ſein Lager, aber Niemand ſonſt von der kaiſerlichen Familie war anweſend. Der Kaiſer befand ſich auf einer Reiſe, der Erzherzog Johann, gegen den ſeit jener Nacht in Schönbrunn der Herzog immer zurückhaltend und düſter geweſen, war ſeit längerer Zeit ſchon nach dem Brandhof zurückgekehrt.
Niemand als ſeine Mutter und einige getreue Diener umſtanden das Sterbelager des armen Jüng⸗ lings, der in der Wiege ſchon König von Rom ge⸗ weſen, und der auf ſeinem Sterbebett ſo arm war an Beſitz, daß er nicht einmal über denſelben ein Teſta⸗ ment hatte machen können, weil er* hatte, was ſein Eigen war, nichts als ſeinen Gkam und ſeine Schmerzen.
Und wie der Herzog von Reichſtadt mit todes— wunder Bruſt jetzt dalag in ſeinen Schmerzen, wie ſein Auge ſchon zu brechen, ſein Athem zu röcheln begann, verfinſterte ſich draußen plötzlich der Himmel. Der Sturm heulte und pfiff um das Schloß von
*) Montbel, 227.


