Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 3. Band (1862)
Entstehung
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Oh, wie lange wird denn dieſe erbärmliche Exiſtenz noch dauern!

Dann aber, da ſeine Mutter in das Zimmer trat, ſeine Mutter, welche von Parma herbei geeilt war, um dem Sohn, von dem ſie im Leben ſo lange fern geweſen, wenigſtens in ſeiner Todesſtunde nahe zu ſein, dann aber lächelte der Herzog, und mit heiterer Ruhe begann er zu ihr von ſeiner Freude zu ſprechen, daß Fürſt Metternich ihm erlaubt habe, nach Italien zu gehen, um dort, wie die Aerzte meinten, völlig wieder hergeſtellt zu werden von ſeinen Leiden.

Aber ſelbſt dieſe italieniſche Reiſe, auf welche der Herzog ſich ſo innig gefreut, ſollte für ihn doch nur zu den vereitelten Hoffnungen ſeines armen Daſeins gehören. Seine Kräfte reichten nicht mehr hin, um eine Reiſe antreten zu können. Der Tod hatte ihn ſchon erfaßt und er ließ ihn nicht mehr frei.

Am Morgen des einundzwanzigſten Juli 1832 ſteigerten ſich die Leiden des Herzogs zu einer ſolchen Höhe, daß die Aerzte ſeinen baldigen Tod verkündeten. Er ſelber fühlte ſein Ende nahen und er verhehlte es nicht mehr.

So jung noch, rief er ſchmerzvoll, oh, ſo jung noch, und jetzt ſchon enden zu müſſen, ein unnützes,

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