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Der Herzog ſchwieg eine Zeit lang und ſenkte ſein Haupt auf ſeine Bruſt. Dann nach einer langen Pauſe hob er die großen ſchwermuthsvollen Augen zu ſeinem Arzt empor.
Doctor, ſagte er, ich werde vielleicht auch bald eine Schlacht gewinnen, laſſen Sie mich daher, wenn Sie es wünſchen, in die Sänfte legen. Nur, fügte er leiſe hinzu, indem ſeine Augen ſich mit Thränen füllten, nur tragen Sie Sorge, daß Niemand mir im Garten begegnet und daß Niemand Zeuge iſt meines Elendes.*)
Gleich als ſei ſeine Krankheit eine Niederlage, deren er ſich zu ſchämen habe, erbebte er vor jedem Worte des Mitgefühls, das man ihm ſagte, ſchlug er ſchamvoll die Augen nieder, wenn man ihn beklagte, verleugnete er ſeine Leiden und ſeine Schmerzen noch immer.
Aber es kam doch ein⸗Tag, wo dem ſchmerzzucken⸗ den Munde wider ſeinen Willen das Geſtändniß ent⸗ fuhr, wo er mit ſeinen Qualen vergeblich ringend ausrief: Doctor, ich leide! Meine Bruſt ſchmerzt mich, als würde ſie von glühenden Dolchen durchbohrt!
*) Des Herzogs eigene Worte. Montbel, 221.


