Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 3. Band (1862)
Entstehung
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Kaiſer

erlebt,

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ſtreitig, und noch dann, als er ſchon ſeine kalte Hand auf ſeinem Herzen fühlte, leugnete er es, von ſeiner Nähe zu wiſſen.

Ich bin geſund, ſagte er Allen mit dem Anſchein der Zuverſicht, ich werde bald wieder vollkommen her geſtellt ſein. Meine Aerzte werden bald wieder den Kummer haben zu ſehen, daß ihr Patient ſich wieder in einen tapferen Soldaten verwandelt.

Ja, tapfer war er, aber der Feind, gegen den er kämpfte, war doch ſtärker als der Herzog! Er brach ihm die Kraft der Glieder, ohne Mitleid mit ſeiner Jugend, mit ſeinem Lebensmuth, und eines Tages verſuchte es der Herzog vergeblich, hinab zu gehen in den Garten von Schönbrunn, ſeine Füße trugen ihn nicht mehr der Körper von Glas war zerſprungen, die Seele hatte zu ſchwer auf ihn gedrückt.

Malfatti bat den Prinzen, ſich in einer Sänfte hinunter tragen zu laſſen in den Garten, um der ſchönen Sommerluft zu genießen.

In einer Sänfte! rief der Herzog unwillig. Wiſſen Sie, daß dies eine Schande für einen Soldaten iſt?

Ich weiß, antwortete der Arzt, ich weiß, daß der Marſchall von Sachſen in ſeiner Sänfte ſitzend große

Schlachten gewonnen hat.