Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 3. Band (1862)
Entstehung
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Wachſamkeit der Aerzte ſich unterwerfen. Es gab für ihn nur noch Einen Lebensreiz, nur noch Eine Zer⸗ ſtreuung, das waren die militairiſchen Uebungen, denen er mit glühendem Eifer oblag, in denen er vor allen andern Offizieren ſich auszeichnete.

Da er nichts Anderes ſein konnte, ſein durfte, wollte er mindeſtens ein guter Soldat ſein, und zu⸗ weilen hoffte er vielleicht noch, daß er als Soldat ſich eines Tages den Ruhm erkämpfen könne, nach welchem ſeine Seele ſchmachtete, daß er mit dem Schwert in der Hand es der Welt beweiſen könne, daß er der echte Sohn des Feldherrn Napoleon ſei.

Und eines Tages ſchien es, als ob das Schickſal ihm den Weg zeigen wolle, der ihm dieſe Hoffnung verwirklichen könne. In Parma, wie in allen übrigen italieniſchen Staaten brach im Jahre 1831 eine Re⸗ volution aus. Man bedrohete die regierende Herzogin, man wollte ſie ihres Thrones entſetzen, aber ihre Eil boten gelangten glücklich nach Wien und begehrten Hülfe von dem kaiſerlichen Vater.

Der Herzog von Reichſtadt wollte von ſeinem na türlichen Recht als Sohn Gebrauch machen, er wollte ſeine Mutter beſchützen gegen ihre Feinde, er bat den Kaiſer, ihm zu erlauben, daß er an der Spitze der