Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 3. Band (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

welche der Herbſt von den Bäumen geweht, rauſchten unter ihren Füßen, wie ſie mit leichtem, geflügelten Schritt durch die einſamen, dunklen Alleen dahin ſchwebten. Kein Stern erleuchtete den tiefdunklen Nachthimmel, an dem ſchwere Wolken hingen, nur zuweilen fuhr ein Windſtoß mit dumpfem Grollen durch die kahlen Bäume, und raſchelte in dem gelben Blätterwerk. Sonſt war Alles ſtill. Nichts hemmte ihren Weg, nichts hielt ſie auf.

Plötzlich blieb der Herzog ſtehen, und als erwache er eben aus einem ſchweren, fürchterlichen Traum, ſtieß er einen Schrei aus, einen Schrei des Trium⸗ phes und der Freude.

Ich bin frei, rief er, ich bin frei! Ich gehe,

wohin ich will, ich thue, was ich will! Ich bin frei!

Die Ketten ſind von mir abgefallen, ich bin kein Sclave mehr! Ich habe meinen Willen wieder und meine Freiheit! Oh, komm, Napoleone, komm, Du haſt mich gerufen mit dem Angeſicht meines Vaters! Ich folge Dir, ich gehe mit Dir wohin Du willſt.

Nach Frankreich zu dem Kaiſerthron! rief ſie jubelnd, und raſcher eilten ſie vorwärts, wie ge tragen und beflügelt von ihrer Begeiſterung.

Da, jetzt haben ſie die kleine Pforte am Ende