Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 3. Band (1862)
Entstehung
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mand kennt unſere Pläne, Niemand weiß um unſere Flucht, als Dein treuer Kammerdiener. Er iſt treu und verſchwiegen, er liebt Dich, und wird uns be gleiten. Durch ihn ſind alle meine Briefe zu Dir gelangt, er hat mir geholfen, Alles vorzubereiten, er hat die Kleider beſorgt, in denen Du unerkannt wei ter reiſen ſollſt. Aber jetzt wirf nur erſt meinen Mantel hier über, Alles kommt darauf an, daß wir ſo ſchnell wie möglich von hier fortkommen. Unter wegs wechſelſt Du die Kleider, wir werfen ſie in irgend ein Waſſer, und eilen weiter auf einſamen Wegen, auf denen überall Getreue uns erwarten, Pferde bereit halten, für uns wachen, uns begleiten mit ihrem Schutz. Komm nur, mein Kaiſer, komm! Denke nicht an die Gegenwart! Blicke hinein in die Zukunft, ſchau hin auf Deinen Thron, auf Deine Krone! Schau hin, und ſei ein Mann, ein Held!

Sie zog ihn fort, ſie ſtieß die Thür auf und ge leitete ihn hinaus. Er ließ es geſchehen; ſeinen Arm um ihren Nacken gelegt, von ihrem Arm umſchlungen, trat er hinaus in den Park.

Tiefe Stille und Oede ruhte über dem weiten Raum, nicht das kleinſte Geräuſch unterbrach das Schweigen der Nacht, nur die trockenen Blätter,