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Der Herzog, ganz überwältigt, ganz hingeriſſen von ihr, die vor ihm daſtand, wie das ſchöne, lächelnde Bild ſeiner Vergangenheit, ſeiner heiligſten Erinne⸗ rungen, der Herzog beugte ſich zu ihr nieder und drückte einen Kuß auf ihre Lippen. Sie erwiederte mit heißer Gluth dieſen Kuß und ſchaute ihm tief in die Augen, in die flammenden Augen ſeines Vaters.
Mit dieſem Kuß war es geſchehen um ſeine Ruhe, ſeine Ueberlegung und Beſonnenheit. Mit dieſem Kuß war er gebannt in die Zauberkreiſe ſeiner Erinnerun⸗ gen, war er der Gegenwart entrückt und konnte nur rückwärts ſchauen in die Vergangenheit, vorwärts in die Zukunft.
In der Vergangenheit leuchtete ihm das Bild ſeines Vaters und die glänzenden Tage der Kaiſer⸗ herrlichkeit, und aus den Nebeln der Zukunft hervor ſtrahlte ihm ein Thron, eine Kaiſerkrone für ſein eigenes Haupt hervor.— Alle die ſüß verlockenden Stimmen des Ehrgeizes, des Ruhms, der Freiheit und Macht wurden wieder wach in ihm und hoben ſich empor zum rauſchenden Jubellied, das ſeine Sinne betäubte, ſeine Vernunft gefangen nahm.
Sei mir gegrüßt, Napoleone, ſagte er, einen zwei⸗ ten glühenden Kuß auf ihre Lippen drückend. Dieſer


