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Niemand. Nur Gott und der Geiſt des Kaiſers ſind allein bei uns.
Und mit einer heftigen Bewegung riß ſie den Schleier von ihrem Haupt, ließ den verhüllenden Mantel niedergleiten, und zu dem Herzog hinſtürzend, faßte ſie ſeine Hand und drückte ſie an ihre Lippen, während ſie zugleich auf ihre Kniee niederſank.
Was thun Sie, oh mein Gott, was thun Sie, rief der Herzog faſt entſetzt.
Ich küſſe die Hand meines Kaiſers und Niemand ſoll mich daran hindern, rief ſie leidenſchaftlich.*)
Stehen Sie auf, oh, ich bitte, ſtehen Sie auf, meine Couſine, bat der Herzog mit bebender Stimme.
Seine Couſine, er nennt mich ſeine Couſine, rief ſie außer ſich, indem ſie empor ſprang. Er iſt kein öſterreichiſcher Erzherzog, er iſt ein Napoleoniſcher Prinz! Ich grüße Dich, mein theurer, geliebter Couſin, ich grüße Dich, angebeteter Sohn meines Kaiſers?
Und ſie ſchlang in glühender Begeiſterung der Freude ihre beiden Arme um ſeine ſchlanke Geſtalt und lehnte ihr Haupt an ſeine Bruſt.
*) Die eigenen Worte der Gräfin Camerata. S.: Montbel: Le duc de Reichstadt. pag. 147.


